Wirtschaft

BelugaXL - neuer "Wal am Himmel" Airbus feiert Jungfernflug und neue Aufträge

Bei Airbus geht eine gute Woche zu Ende: Der Flugzeugbauer verkündet den erfolgreichen Erstflug des walförmigen BelugaXL. Zudem bringt die britische Luftfahrtschau dem Unternehmen mehrere Großaufträge ein, mit einem Volumen von über 30 Milliarden Euro.

Das neue Airbus-Transportflugzeug BelugaXL hat seinem Jungfernflug erfolgreich absolviert. Es handelt sich um das Nachfolgermodell für die Lastesel des europäischen Flugzeugbauers: Mit seinen Belugas transportiert Airbus riesige Flugzeugeile wie Rümpfe oder Flügel zwischen seinen europäischen Standorten.

Wegen ihrer walähnlichen Silhouette gehören sie zu den markantesten Flugzeugen am Himmel. Das erste Exemplar der neuen Beluga-Generation hob am Morgen vom südfranzösischen Flughafen Toulouse-Blagnac ab, wie Airbus mitteilte. Der klobige Jet war mit einem Mund und einem Auge lackiert und erinnerte damit an einen lächelnden Wal. Die BelugaXL ist gut 63 Meter lang, fast 19 Meter hoch und kann mehr als 50 Tonnen Fracht transportieren.

Airbus will insgesamt fünf Maschinen des Typs BelugaXL bauen. Sie beruhen auf der Frachter-Variante des Großraumflugzeugs A330, von dem zahlreiche Komponenten übernommen wurden. Sie sollen ab 2019 den Dienst aufnehmen und schrittweise die fünf bisherigen Belugas ersetzen. Das kleinere Vorgängermodell war auf Grundlage der A300 entwickelt worden und hatte 1994 seinen Erstflug absolviert.

Prestigeerfolg dank AirAsia

Bei der Luftfahrtschau im britischen Farnborough standen allerdings andere Airbus-Modelle im Vordergrund. Auf der wichtigsten Flugzeugmesse des Jahres hat der europäische Hersteller nach eigenen Angaben Bestellungen und Kauf-Absichtserklärungen für 431 Maschinen erhalten. Davon seien 93 feste Bestellungen gewesen. In diesem Jahr kommt Airbus damit nach eigenen Berechnungen bereits auf 354 fixe Aufträge und 398 Absichtserklärungen. Davon entfielen 481 auf die A320-Baureihe und 120 auf die von Bombardier übernommene CSeries, die kürzlich in A220 umbenannt wurde.

"Ich bin besonders mit der starken Resonanz zufrieden, derer sich unsere Langstrecken-Familie erfreut", zog der neue Airbus-Verkaufschef Eric Schulz Bilanz. "Mehr als 150 Bestellungen und Absichtserklärungen für unsere A330, A350 und A380 bestärken uns." Schulz sagte, er gehe davon aus, dass Airbus in diesem Jahr mehr Flugzeuge verkaufen werde als produziert würden.

Einen Prestigeerfolg hatte Airbus kurz vorher verbucht: Die malaysische Fluggesellschaft AirAsia stockt ihre A330-Order für die Langstrecken-Tochter AirAsia X um 34 auf 100 Jets im Wert von 30 Milliarden Dollar auf, wie Airbus mitteilte. AirAsia-Gründer Tony Fernandes hatte parallel auch mit Boeing verhandelt. Auf eine Bestellung von AirAsia für 100 A321neo darf Airbus allerdings nicht mehr hoffen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/rts

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