Wirtschaft

Keine Verbindungen in Virus-Zone Airlines stellen Flüge nach China ein

129154651.jpg

Lufthansa, Air France, Iberia - sie alle fliegen nicht mehr nach China.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Luftfahrtbranche treten die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie in China immer deutlicher zu Tage. Mehrere große Fluggesellschaften streichen Verbindungen in die Volksrepublik für mehrere Wochen aus ihrem Programm.

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM setzt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seine Flüge nach China noch bis mindestens Mitte März aus. Wenn die Umstände dies zuließen, sollten die Flüge dann ab dem 16. März schrittweise wieder aufgenommen werden, teilte Air France-KLM mit.

Die Rückkehr zum regulären Flugplan - inklusive Verbindungen in die besonderes betroffene chinesische Stadt Wuhan - ist demnach ab dem 29. März vorgesehen. In Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei hatte im Dezember die Ausbreitung des Coronavirus begonnen. Zahlreiche Fluggesellschaften haben ihre Flüge von und nach China wegen der Viruserkrankung bereits eingestellt oder reduziert. Air France-KLM hatte seine Verbindungen nach China zunächst allerdings nur bis zum 9. Februar gestrichen.

Die spanische Fluggesellschaft Iberia will vorsorglich auch im März und April keine Flüge von und nach China anbieten. Bislang hatte die zur International Consolidated Airlines Group SA (IAG) gehörende Gesellschaft wegen des Ausbruchs des Coronavirus nur bis Ende Februar auf China-Flüge verzichtet. Iberia teilte mit, die vom Flugausfall betroffenen Passagiere würden ihr Geld zurückerhalten, oder sie würden umgebucht.

Auch Lufthansa verlängert Flugstopp

Bereits am vergangenen Montag hatte die Lufthansa verkündet, die Flüge nach China wegen des Coronavirus von und nach Peking und Shanghai bis zum 28. Februar auszusetzen - fast drei Wochen länger als zuvor geplant. Nanjing, Shenyang und Qingdao werden bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen, teilte der Konzern mit. Flüge von und nach Hongkong finden unverändert wie geplant statt. Der Konzern werde die Situation weiterhin laufend beobachten und stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt.

Von der Streichung betroffen sind wöchentlich insgesamt 54 Verbindungen von Deutschland, der Schweiz und Österreich in Richtung chinesisches Festland. Hongkong wird von den Airlines des Konzerns 19-mal pro Woche angeflogen, wie das Unternehmen mitteilte. Zunächst waren alle Verbindungen von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines mit China bis zum 9. Februar ausgesetzt worden. Betroffenen Kunden hatte die Lufthansa angeboten, ihre Verbindung kostenlos umzubuchen oder zu stornieren.

Die in Hongkong ansässige Fluggesellschaft Cathay Pacific kündigte mit Blick auf die Einschränkungen im Flugverkehr ein umfassendes Sparprogramm an. Derzeit könne die Airline 90 Prozent ihrer Ziele in China nicht mehr anfliegen, hieß es. Mitarbeiter sollen in den kommenden Monaten freiwillig für bis zu drei Wochen unbezahlt in den Urlaub gehen.

Quelle: ntv.de, mmo/mra/DJ/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.