92 Dollar unter HöchstwertAktienkurs von SpaceX fällt unter Ausgabepreis

Elon Musk beflügelt mit SpaceX nicht nur Raketen, sondern vor allem Fantasien. Das spiegelt sich auch nach dem Börsengang wider. Zunächst geht es steil bergauf, weil viele Anleger von der Entwicklung des Unternehmens profitieren wollen, trotz mauer Geschäftszahlen. Mittlerweile sinkt der Kurs rapide.
Die Aktie von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ist rund einen Monat nach ihrem gefeierten Börsendebüt unter den Ausgabepreis gefallen. Das Papier notierte im US-Handel gegen Mittag New Yorker Zeit bei rund 133 Dollar. Den Ausgabepreis hatte das Unternehmen im Juni auf 135 Dollar festgesetzt. Zwischenzeitlich war der Kurs, angetrieben unter anderem von Käufen von Privatanlegern, bis auf 225 Dollar gestiegen. Dann setzte die Talfahrt ein.
Mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar (65 Mrd. Euro) zum Ausgabepreis war es der bisher größte Börsengang. SpaceX-Chef und Großaktionär Musk wurde durch die Aktienplatzierung zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Ihren ersten Handelstag hatte die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar abgeschlossen.
SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen Dollar (1,55 Bill. Euro) mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen jedoch in krassem Kontrast zum Börsenwert - die Anleger zahlen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar (4,32 Mrd. Euro) bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (gut 16 Milliarden Euro).
In der Zukunft soll künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein - auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.
Im Börsenprospekt schätzte SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen Dollar (knapp 23 Bill. Euro) - und führte das als eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung an.