Wirtschaft
Über Online-Shops hat Aldi Süd schon Zugang zum chinesischen Markt, bald sollen offenbar auch richtige Filialen her.
Über Online-Shops hat Aldi Süd schon Zugang zum chinesischen Markt, bald sollen offenbar auch richtige Filialen her.(Foto: picture alliance / Federico Gamb)
Donnerstag, 08. März 2018

Mega-Expansion soll bevorstehen: Aldi will anscheinend China erobern

Selbst im fernen Australien und in den USA gibt es sie schon: Aldi-Märkte. Nun peilt Aldi-Süd offenbar einen noch viel größeren Markt an. Laut einem Bericht will der Konzern auch in China Filialen eröffnen.

Aldi will einem Medienbericht zufolge auch in China Filialen eröffnen. Gut ein Jahr nach dem Start seines Online-Angebots in China fasse Aldi Süd nun auch den Aufbau stationärer Märkte im Reich der Mitte ins Auge, berichtete das Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung". Derzeit würden die "Expansionsteams zusammengestellt". Aldi Süd stehe damit "vor einem der größten Expansionsvorhaben der Unternehmensgeschichte". Der Discounter wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies lediglich auf eine frühere Äußerung, wonach sich das Unternehmen weiterhin auf seine Online-Aktivitäten in China konzentriere.

Aldi Süd bietet seit knapp einem Jahr ausgewählte Produkte auf der Internet-Handelsplattform Tmall Global an, die zum chinesischen Onlineriesen Alibaba gehört. Der Discounter setzt dabei nach eigenen Angaben auf Lebensmittel mit "guten Absatzmöglichkeiten" in der Volksrepublik, unter anderem "verschiedene Weine, Snack- und Frühstücksprodukte". Versorgt wird der chinesische Markt über australische Lieferanten - in Australien gibt es mehrere hundert Läden von Aldi Süd.

Die "Lebensmittel Zeitung" schrieb weiter, Aldi Süd schaue sich "dem Vernehmen nach" bereits unter chinesischen Managern um, die für andere europäische Handelskonzerne gearbeitet haben. Als geeignete Region für einen Start gelte unter anderem Shanghai. Üblicherweise sei das Ziel, sich so schnell wie möglich 50 Filialen sowie ein Zentrallager zu sichern.

Zugleich werde es auch darum gehen, einheimische Produzenten zu gewinnen. Die Aufbauarbeit werde nach Einschätzung von Experten zwei bis drei Jahre dauern, so das Fachblatt.

Quelle: n-tv.de