Wirtschaft

Milliardenbetrag für 49 Etagen Allianz zahlt Rekordsumme für Bürogebäude

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In der Frankfurter Innenstadt entsteht derzeit das neue Hochhaus-Ensemble.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Derzeit entsteht im Frankfurter Bankenviertel ein neues Hochhaus - und für dieses blättert die Allianz zusammen mit einem Partner eine Rekordsumme hin. Bereits vier Jahre vor Eröffnung sind weite Teile der Bürofläche vermietet - ungeachtet des Trends zum Homeoffice.

Für die Rekordsumme von 1,4 Milliarden Euro hat die Allianz-Versicherung gemeinsam mit der Bayerischen Versorgungskammer ein neues Büro-Hochhaus in der Frankfurter Innenstadt erworben. Das Hochhaus "T1" entsteht derzeit im Ensemble "Four" im Bankenviertel und soll mit 54 Stockwerken auf 233 Metern der dritthöchste Büroturm Deutschlands werden. Am Main stehen bereits mit der Commerzbank-Zentrale (259 Meter) und dem Messeturm (256,5 Meter) die höchsten Wolkenkratzer des Landes. Die Allianz und die BVK, die im Auftrag von zwölf staatlichen und berufsständischen Altersvorsorge-Einrichtungen investiert, halten jeweils 50 Prozent an dem Joint Venture.

Noch nie sei in Deutschland eine höhere Summe für ein einzelnes Gebäude gezahlt worden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf den Großmakler JLL. Zwei Drittel der Flächen im T1 seien bereits vier Jahre vor der Eröffnung an erstklassige Mieter aus dem Banken- und Beratungssektor vergeben, teilte der Projektentwickler Groß & Partner mit. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2024 geplant.

Dass nach dem Corona-Schock vermehrtes Homeoffice viele Büroflächen überflüssig machen könnte, sehen die Investoren nicht als ihr Problem. Das Geschäftszentrum Frankfurts zeichne sich durch eine niedrige Leerstandquote von 2,8 Prozent und ein begrenztes Büroangebot bis 2024 aus und habe während der Pandemie eine enorme Widerstandsfähigkeit gezeigt, erklärte Nicole Pötsch von Allianz Real Estate. "Dass ein Teil der Mietverträge für das 'Four T1' während der Pandemie unterzeichnet wurde, unterstreicht die Attraktivität des Objekts und seiner Lage."

In den weiteren drei Gebäuden auf dem sehr zentralen ehemaligen Gelände der Deutschen Bank sollen vor allem Wohnungen und zwei Hotels entstehen. Im T1 sind neben den Büros eine große Gastronomiefläche, ein Kindergarten, Ladengeschäfte und begrünte Dachterrassen geplant. Insgesamt sollen im "Four" bis zu 1000 Menschen wohnen und 4000 arbeiten.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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