Wirtschaft

Verkauf von Kundendaten Amazon verdächtigt eigene Mitarbeiter

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Aufgrund der niedrigen Gehälter soll die Versuchung, Bestechungsgelder anzunehmen, für Amazon-Mitarbeiter in China besonders groß sein.

(Foto: imago/UPI Photo)

Besonders in China soll die Praxis ausgeprägt sein: Gegen Bestechungsgelder versorgen Amazon-Mitarbeiter unabhängige Händler mit vertraulichen Kundendaten, lassen gefälschte Bewertungen zu oder schalten gesperrte Konten wieder frei.

Amazon nimmt im Kampf gegen Betrügereien auf seiner Handelsplattform jetzt seine Mitarbeiter ins Visier. Unter anderem geht es dabei um gefälschte Kundenbewertungen unabhängiger Händler. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". Amazon untersucht demnach, ob Angestellte Bestechungsgelder für interne Daten und vertrauliche Informationen von Händlern angenommen haben.

Dies könnte unabhängigen Händlern, die ihre Produkte über Amazon vertreiben, einen Vorteil verschafft haben. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt.

Die Praxis, die gegen die Unternehmenspolitik verstößt, ist nach Aussage von mit der Situation vertrauten Personen in China besonders ausgeprägt, denn dort sei die Zahl der Verkäufer sprunghaft angestiegen. Zudem hätten die chinesischen Amazon-Mitarbeiter relativ niedrige Gehälter, was sie ermutigen könnte, Risiken einzugehen. Für Summen zwischen 80 und 2000 US-Dollar sollen unter anderem Verkaufsanalysen und E-Mail-Adressen angeboten worden sein. Auch sollen gesperrte Amazon-Konten wieder hergestellt worden sein.

Quelle: ntv.de, AFP