Wirtschaft

Aktie ist MDax-Topverlierer Apple degradiert Osram

Osram verzeichnet einen doppelten Nackenschlag. Zum einen streicht Apple das Unternehmen aus seiner Top-Zuliefererliste. Zum anderen setzen die Anleger die Titel danach auf die Verkaufsliste. Analysten warnen vor einer "übertriebenen" Reaktion.

Am deutschen Aktienmarkt gehören die Titel von Osram zum Wochenschluss zu den größten Verlierern. Die Papiere des MDax-Unternehmen gaben zeitweise rund 4 Prozent ab. Sie waren damit mit Abstand größter Verlierer im Nebenwerteindex. Den Grund fanden Anleger beim iPhone-Hersteller Apple.

Osram gehört nicht mehr zu den bedeutendsten Zulieferern des US-Konzerns. Apple hatte den Leuchtmittelhersteller von der Liste der 200 wichtigsten Zulieferer gestrichen. Ersetzt wurde Osram durch den niederländischen Rivalen Philips.

Apple veröffentlicht seine Liste mit den Premiumlieferanten einmal im Jahr. Dem Ranking kommt angesichts der Kassenschlager des US-Konzerns, wie dem iPhone oder der Apple Watch, und dem bedeutenden Einfluss des US-Konzerns erhebliche Bedeutung zu. Marktbeobachtern wird angesichts der Auflistung ersichtlich, welche Unternehmen in der Zuliefererliste quasi auf- oder abgestiegen sind.

Doch allein die Nennung in der Liste bedeutet nicht, dass ein Unternehmen das US-Unternehmen aus Cupertino nicht beliefert. Zudem nennt die Liste die 200 wichtigsten Zulieferer des vergangenen Jahres. Über künftige Umsätze der Unternehmen mit Apple kann daher nur spekuliert werden.

"Übertrieben"

Osram reagierte daher zurückhaltend. "Das Ranking ist rückwärtsgewandt", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Die Liste sage nichts über aktuelle und zukünftige Umsätze aus und nichts über neue Modelle wie das iPhone7.

Von Marktbeobachtern wird der Abschlag der Osram-Aktie als "übertrieben" eingestuft. "Es handelt sich bei Apple um eine Rückbetrachtung, nämlich um die Entwicklung 2015", so ein Marktteilnehmer. Und da sei es bei Osram in der Halbleiter-Sparte gut gelaufen. Ein Händler sprach von einem "exorbitant starken vierten Quartal" mit guter Marge. Damit sei der mögliche Umsatzrückgang beim Geschäft mit Apple wohl nicht so groß oder er sei auf anderem Weg kompensiert worden.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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