Wirtschaft

Unternehmen suchen weiter Arbeitsmarkt erlebt kleine Sommerflaute

108004912.jpg

Im Sommer halten sich viele Unternehmen mit Einstellungen zurück. neue Kollegen gibt es dann meist wieder im September.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor Beginn der Ausbildungsphase und mitten in den Sommerferien in allen Bundesländern kommt es am deutschen Arbeitsmarkt regelmäßig zu einem leichten Anstieg der Erwerbslosenzahlen. In diesem Jahr hält die gute Entwicklung jedoch an.

In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im Sommer im Vergleich leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg im August um 0,1 Punkte auf 5,2 Prozent. "Die Zunahme war jahreszeitlich bedingt", sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig."

Die Zahl der Erwerbslosen legte im August im Vergleich zum Vormonat um 26.000 auf 2,351 Millionen zu. Auf Jahressicht ging die Zahl der Jobsucher jedoch insgesamt um 194.000 zurück, wie die Bundesagentur mitteilte.

Der Anstieg zum Vormonat kommt für Experten nicht überraschend: Im Sommer steigt die Erwerbslosenzahl in der Regel an, da sich Schulabgänger vor Ausbildungsbeginn vorübergehend arbeitslos melden und viele Unternehmen vor Neueinstellungen das Ferienende abwarten.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich um 8000 zurück und traf damit in etwa die Erwartungen. Der Aufschwung der Wirtschaft dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, erwarten die meisten Experten. "Die deutschen Unternehmen suchen ständig neues Personal", erklärte etwa das Ifo-Institut. Besonders die Dienstleister benötigten neue Mitarbeiter.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kündigte an, angesichts der guten Stimmung am Jobmarkt den Arbeitslosenversicherungsbeitrag um 0,5 Punkte auf 3,0 Prozent. Zudem verwies er darauf, dass die Zahl der freien gemeldeten Stellen auf insgesamt 826.000 gestiegen sei. Vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich sowie in Bau- und Handwerksberufen verschärfe sich der Fachkräftemangel.

Quelle: ntv.de, jwu/rts