Wirtschaft

Wohin mit dem Geld? Auf diese Aktien setzt Warren Buffett

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Coca-Cola gehört zu den Unternehmen, an denen Warren Buffetts Konglomerat beteiligt ist.

(Foto: REUTERS)

Warren Buffett kauft für Milliarden Dollar Aktien seines eigenen Unternehmens. Originell ist das nicht. Es sieht so aus, als gehen dem Investment-Guru langsam die Ideen aus.

Was macht Warren Buffett, wenn er zu viel Geld hat und es zu wenig lukrative Unternehmen gibt, in die er es stecken kann? Er kauft Aktien zurück.

Berkshire Hathaway
Berkshire Hathaway 409.250,00

Der legendäre Investor hat heute seinen jährlichen Brief an die Anteilseigner seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway verschickt. Und daraus geht hervor: Das Konglomerat hat im vergangenen Jahr satte 24,7 Milliarden Dollar ausgegeben, um eigene Aktien zurückzukaufen. Damit nicht genug. Buffett kündigte an, dass er weiter Berkshire-Aktien kaufen werde.

Aktienrückkäufe dienen in der Regel der Kurspflege. Denn damit sinkt die Zahl der Aktien, für die eine Dividende ausgeschüttet wird. Sie verteilt sich also auf weniger Papiere - damit bekommt jeder Anteilseigner also etwas mehr vom Dividenden-Kuchen.

Bei seinen Fans dürfte das dennoch nicht auf ungeteilte Freude stoßen. Denn der Schritt zeigt: Der Meister findet kaum noch Möglichkeiten, seine gefeierte Strategie umzusetzen. Buffett hatte Rückkäufe von Berkshire-Aktien lange abgelehnt, da er Investitionen in langfristiges Wachstum bevorzugt.

Apple gewinnt an Gewicht

Doch Buffett tut sich mit Zukäufen seit langem schwer, da ihm die Bewertungen zu hoch sind. Dabei stellt sich die Frage, ob dem 90-Jährigen langsam die Ideen ausgehen. Sein Konzept war in der Vergangenheit zwar überaus erfolgreich, Buffett sorgte für üppige Renditen. Doch in den letzten Jahren verblasste sein Glanz etwas.

Buffett will nur in Branchen investieren, die er selbst versteht. Außerdem müssen die Unternehmen dauerhaft Geld verdienen und Dividenden ausschütten. Doch damit nicht genug: Das Geschäft muss geschützt sein vor zu viel Wettbewerb - und vor allem muss das Unternehmen an der Börse weniger wert sein als in Wirklichkeit ist. Und deshalb sitzt Berkshire auf Bargeldreserven in Höhe von rund 138 Milliarden Dollar.

Derweil waren Buffets Investitionen Ende vergangenen Jahres rund 281 Milliarden Dollar wert. Die größte davon fällt mit 120 Milliarden Dollar auf Apple. Damit hält Berkshire 5,4 Prozent des Unternehmens und damit mehr als vor einem Jahr - und das, obwohl Berkshire angesichts der kräftigen Kursgewinne einen Teil seines Pakets verkauft hat. Der Grund: Apple weiß wie Buffett nicht, wohin mit dem Geld und kauft deshalb eigene Aktien zurück.

Das sind die größten Positionen von Berkshire Hathaway (Stand 31.12. 2020 in Milliarden Dollar):

  • Apple $ 120,424
  • Bank of America $ 31,306
  • Coca-Cola $ 21,936
  • American Express $ 18,331
  • Verizon $ 8,620
  • Moody's $ 7,160
  • U.S. Bancorp $ 6,904
  • BYD $ 5,897
  • Chevron $4,096
  • Charter Communications $ 3,449
  • The Bank of New York Mellon $2,837
  • AbbVie $ 2,736
  • Merck & Co. $ 2,347
  • Itochu $ 2,336
  • General Motors $ 2,206

Quelle: ntv.de

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