Wirtschaft

"Das Thema ganz groß denken" BASF-Chef schaltet sich in Klimadebatte ein

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BASF-Chef Martin Brudermüller hat auch etwas zur Klimadebatte zu sagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Umweltprobleme diskutiert wird. Nun hat auch der BASF-Chef etwas zum Thema beizutragen. Er wirft unter anderem ein, dass den Bürgern auch gesagt werden müsse, dass Klimaschutz mitunter höhere Preise nach sich ziehen könnte.

Der Chef des Chemiekonzerns BASF, Martin Brudermüller, hat sich in die Klimaschutzdebatte eingeschaltet. "Man muss den Bürgern schon sagen, dass sich dann manche Preise verändern und das ein oder andere Verhalten geändert werden muss", sagte er dem "Handelsblatt". Brudermüller forderte, "einen viel breiteren und offeneren Dialog".

"Gesellschaftliche Unterstützung wird es nur geben, wenn Klimaschutz nicht in Arbeitslosigkeit mündet", sagte Brudermüller. Er warnte davor, "einfach noch" eine CO2-Steuer zu bestehenden Belastungen für Unternehmen hinzuzufügen. Das Ziel müsse stattdessen sein, erneuerbare Energien möglichst günstig zu machen und so Anreize zur Vermeidung von Treibhausgasen zu schaffen.

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Brudermüller plädierte für eine stärkere Forschungsförderung und einen neuen, umfassenderen Ansatz in der Klimapolitik: "Wir haben die Chance, das Thema ganz groß zu denken und dadurch Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit für Deutschland und Europa sinnvoll zu verknüpfen", sagte er dem "Handelsblatt" weiter. Ziel müsse es sein, erneuerbare Energien möglichst zu verbilligen, um Anreize zur CO2-Vermeidung zu schaffen.

Der Ludwigshafener Chemieriese BASF steht derzeit vor Herausforderungen wie einer schwachen Auftragslage im Automobilbereich und dem Handelskonflikt zwischen China und den USA. Ende Juni hatte das Unternehmen angekündigt, bis Ende 2021 weltweit rund 6000 Stellen zu streichen.

Von der Bundesregierung forderte Brudermüller angesichts der aktuellen Konjunkturschwäche Reformen in Bereichen wie Steuern, Regulierung und auch solche mit Blick auf die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. "Die Bundesregierung sollte an eine neue Agenda 2010 denken."

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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