Wirtschaft

Kleiner Trump-Bonus BASF legt deutlich zu

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BASF übertrifft die Prognosen der Anleger deutlich.

(Foto: picture alliance / Uwe Anspach/d)

Der Chemieriese BASF blickt auf gutes Geschäftsjahr zurück. Umsatz und Ergebnis stiegen deutlich. Und die US-Steuerreform erhöht am Ende sogar noch den Gewinn.

Der Chemiekonzern BASF profitiert vom florierenden Geschäft mit Basischemikalien und der Erholung im Öl- und Gasgeschäft. 2017 legte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) nach ersten Berechnungen um ein Drittel auf 8,3 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 64,5 Milliarden Euro. Die Ergebnisse übertrafen die Analystenerwartungen deutlich.

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Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter legte der Konzerngewinn 2017 sogar um 50 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zu. Dabei profitierte der Chemiekonzern von der US-Steuerreform, der im vierten Quartal zu Steuererträgen von knapp 400 Millionen führte. Durch die Steuerreform sinkt die Körperschaftssteuer in den USA auf 21 Prozent von 35 Prozent.

Im Geschäft mit Basischemikalien konnte BASF höhere Mengen absetzen und die Margen verbessern. In seiner Öl- und Gassparte profitierte der Ludwigshafener Konzern von der Erholung der Ölpreise, die sich inzwischen auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren bewegen. Die zuletzt schwächelnde Agrarchemiesparte habe dank eines kräftigen Ergebnisanstiegs im vierten Quartal fast das Ergebnis des Vorjahres erreichen können, erklärte das Ludwigshafener Unternehmen. In der Spezialchemie ging das Betriebsergebnis dagegen zurück, da die gestiegenen Rohstoffpreise nicht vollständig an die Kunden weitere gegeben werden konnten und Kosten für das Anfahren neuer Anlagen anfielen.

Den ausführlichen Konzernabschluss will BASF am 27. Februar veröffentlichen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts