Wirtschaft

Guter Jahresauftakt BASF rüttelt trotz Krisen nicht an Prognose

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Der BASF-Standort in Ludwigshafen würde eine Halbierung der Gaslieferungen nicht bewältigen können.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Chemieriese BASF spricht von außergewöhnlich hohen Unsicherheiten. So würde etwa eine Kappung der Gaslieferungen um mehr als 50 Prozent zum Aus des Standorts Ludwigshafen führen. Weil dies aber nicht absehbar ist, hält das Unternehmen an seinen Jahreszielen fest.

BASF hält trotz der wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine an seinen Jahreszielen fest. Das Marktumfeld bleibe aber von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt, vor allem die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf die Preise und Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen seien nicht vorhersehbar, teilte der weltgrößte Chemiekonzern mit.

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Für 2022 rechnet der Ludwigshafener Chemiekonzern unverändert mit einem Umsatz zwischen 74 Milliarden und 77 Milliarden Euro sowie einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) zwischen 6,6 Milliarden und 7,2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war der Umsatz des weltgrößten Chemiekonzerns dank deutlich höherer Preise und Mengen noch um ein Drittel auf 78,6 Milliarden Euro geklettert. Das bereinigte Ergebnis sprang auf 7,8 Milliarden Euro.

BASF-Chef Martin Brudermüller warnte bereits vor den Folgen eines Embargos von russischem Gas. Die deutsche Volkswirtschaft könnte das in die "schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs bringen". Auch BASF würde hart getroffen: Eine Reduzierung der Erdgasversorgung auf unter die Hälfte des heutigen Bedarfs würde zu einer vollständigen Einstellung der Betriebstätigkeit am größten Standort Ludwigshafen führen.

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Zusätzliche Risiken sieht Brudermüller zudem durch den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, vor allem durch Lockdowns in China, sowie die steigenden Rohstoffpreise. Das erste Quartal war bereits von deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Unterbrechungen der Lieferketten geprägt. "Dennoch sind wir sehr gut in das Jahr 2022 gestartet", sagte Brudermüller. Vorläufige Zahlen für das erste Quartal hatte BASF bereits Mitte April veröffentlicht und bestätigte diese nun.

Der Umsatz stieg dank höherer Preise um gut ein Fünftel auf 23,1 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis um mehr als ein Fünftel auf 2,8 Milliarden. Unter dem Strich fiel der Gewinn um rund 29 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro wegen milliardenschwerer Wertberichtigungen bei der Beteiligung Wintershall Dea auf die gestoppte Gas-Pipeline Nord Stream 2.

Quelle: ntv.de

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