Wirtschaft

Fokus auf China BASF will mit neuem Sparprogramm wachsen

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Chemiekonzern BASF will seinen Aktivitäten in China intensivieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Chemieriese BASF will mit schlankeren Strukturen und dem Ausbau seiner Asien-Geschäfte mehr Gewinn erzielen. Trotz der Maßnahmen wird sich das Wachstum in den nächsten Jahren aber abschwächen. Anleger reagieren enttäuscht.

Der Chemiekonzern BASF will in den kommenden Jahren mehr verdienen und legt dazu unter anderem ein Sparprogramm auf. "Mit unserer neuen Strategie setzen wir die Segel auf Wachstumskurs", sagte Vorstandschef Martin Brudermüller in Ludwigshafen. Um schneller zu wachsen, wolle sich der Konzern noch stärker auf seine Kunden ausrichten. Strukturen und Prozesse sollen deutlich vereinfacht werden und das Portfolio geschärft werden.

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Trotz der Pläne wird sich das Ergebniswachstum des Chemiekonzerns in den kommenden Jahren aber abschwächen. Zwar soll das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen jährlich um drei bis fünf Prozent steigen, teilte das Dax-Unternehmen mit. Seit 2012 sei das Ebitda-Ergebnis im Schnitt aber bereits um acht Prozent gewachsen und habe damit über der jährlichen Steigerung der weltweiten Chemieproduktion gelegen.

Das Sparprogramm soll ab Ende 2021 einen jährlichen Ergebnisbeitrag von zwei Milliarden Euro bringen und unter anderem Maßnahmen in Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung umfassen. Gleichzeitig will BASF mehr Geld ausgeben, um die Zuverlässigkeit seiner Anlagen zu erhöhen.

Geschäft mit Bauchemie steht auf dem Prüfstand

"Das Hauptaugenmerk werden wir darauf legen, Prozesse effizient und zuverlässig zu gestalten. Geschäftsbereiche, in denen ein solcher Fortschritt nicht erreicht werden kann, werden wir gegebenenfalls veräußern", sagte Brudermüller, der kürzlich angekündigt hatte, das Bauchemiegeschäft auf den Prüfstand zu stellen.

Die Aktionäre sollen jedes Jahr eine höhere Dividende erhalten. Im Jahr 2025 will das Unternehmen rund 22 Milliarden Euro Umsatz mit Produkten, die einen substanziellen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, erzielen.

Zudem will der Konzern sein China-Geschäft erweitern. Das Land ist laut BASF mit einem Anteil von über 40 Prozent der größte Chemiemarkt der Welt. "Bis 2030 wird der Anteil Chinas auf knapp 50 Prozent wachsen, und wir wollen daran partizipieren", sagte Brudermüller. Anleger reagierten enttäuscht auf die Aussagen des Vorstandschefs: BASF-Aktien verloren.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/rts

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