Wirtschaft

Hauptstadtflughafen wird teurer BER benötigt weitere Millionen

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Offenbar benötigt der BER weitere 300 Millionen Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ende Oktober kommenden Jahres soll der BER seine Pforten öffnen. Laut einem Bericht werden die Kosten für den neuen Hauptstadtflughafen noch einmal um 300 Millionen Euro steigen. Wegen der langen Bauzeit kommt es wohl auch zu Änderungen bei den angebotenen Flugrouten.

Die Kosten für den Hauptstadtflughafen BER fallen einem Medienbericht zufolge noch höher aus als geplant. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht an die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und den Bund berichtet, benötigt die Flughafengesellschaft für den Finanzierungsplan 2021 bis 2024 fast 300 Millionen Euro mehr als bislang veranschlagt.

Allein für die Fertigstellung des Hauptterminals fehlen dem Bericht zufolge noch 212 Millionen Euro an Nachlaufkosten. Die Kosten des Gebäudes steigen demnach auf 2,6 Milliarden Euro. Weiterhin bestehe Mehrbedarf von rund 60 Millionen Euro für den sogenannten Masterplan 2040.

Bislang waren für den Zeitraum 508 Millionen Euro vorgesehen. Nach den von der "Bild am Sonntag" zitierten Zahlen benötigt der Flughafen nun aber 792 Millionen Euro für den Zeitraum. Dem Bericht zufolge reagierten die Gesellschafter verärgert über den Mehrbedarf und forderten die Geschäftsführung zur Nacharbeit auf.

BER-Flugrouten könnten sich noch einmal ändern

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte am Freitag den 31. Oktober 2020 als endgültigen Termin für die Eröffnung des BER bekannt gegeben. Ursprünglich sollte der Flughafen bereits im Jahr 2011 seinen Betrieb aufnehmen, der Eröffnungstermin wurde aber immer wieder verschoben.

Nach der geplanten Eröffnung könnte es noch einmal Änderungen an Teilen der umkämpften Flugrouten geben. Darauf wies die Deutsche Flugsicherung hin. "Dort, wo es notwendig ist, werden wir dann Betriebsverfahren anpassen", verkündete der Chef der Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle. Zunächst werde das Unternehmen aber das erste Betriebsjahr nutzen, um Erfahrungen zu sammeln, heißt es in einer Mitteilung vom Freitagabend.

Seit die Routen 2012 festgelegt wurden, haben sich die Rahmenbedingungen geändert, wie die DFS erläuterte. Heute gebe es in Berlin 20 Prozent mehr Flüge und 40 Prozent mehr Passagiere. Um die Flugrouten hat es in der Region schon heftige Auseinandersetzungen gegeben, Klagen blieben jedoch in der Regel ohne Erfolg.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP/dpa

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