Wirtschaft

Unzulässige Abschaltautomatik BMW soll Millionen-Bußgeld zahlen

Im Februar informiert BMW das Kraftfahrtbundesamt über ein "Versehen". Darauf beginnen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, Büros werden durchsucht, BMW-Mitarbeiter vernommen. Das Resultat: ein Millionen-Bußgeld gegen den Konzern.

Der Autokonzern BMW soll wegen des Einsatzes einer unzulässigen Abschaltautomatik für die Abgasreinigung bei Dieselmodellen ein Bußgeld von zehn Millionen Euro zahlen. Die Software soll bei wahrscheinlich 7600 Diesel-Fahrzeugen der Modelle 750xd und M550xd installiert worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft München I war das ein Versehen und keine Absicht gewesen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. BMW habe aber intern Aufsichtspflichten verletzt, was geahndet werden soll. Ob BMW zahlt oder es auf ein Gerichtsverfahren ankommen lässt, ist offen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit etwas mehr als einem halben Jahr wegen des Verdachts, auch BMW habe die Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen manipuliert und Autokäufer betrogen. Das Verfahren läuft nach wie vor gegen Unbekannt, kein Manager des Münchner Autoherstellers steht als Beschuldigter in den Akten. Dabei dürfte es mangels Vorsatz auch bleiben. Schlamperei wäre nicht strafbar.

BMW hatte im Februar das Kraftfahrtbundesamt über sein "Versehen" informiert. Daraufhin leitete die  Staatsanwaltschaft München I Ermittlungen ein und durchsuchte im März mit mehr als 100 Beamten BMW. Anschließend wurden die sichergestellten Dokumente ausgewertet und diverse BMW-Beschäftigte als Zeugen vernommen.

Quelle: ntv.de, bad

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