Wirtschaft

Absatzrekord und schwacher Euro BMW steht beim Gewinn auf dem Gaspedal

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Der Autohersteller BMW überrascht mit einem kräftigen Gewinnanstieg. Dem Konzern spielte auch die Politik der EZB in die Karten. Bei der Rendite fahren die Münchener einem Konkurrenten jedoch hinterher.

Angetrieben von neuen Auslieferungsrekorden hat der Autohersteller BMW mehr eingenommen und überraschend viel verdient. Dabei konnte der Konzern dank des Zuspruchs aus Europa und den USA auch den Nachfrage-Schlaglöchern in China ausweichen. Wie die Münchener mitteilten, legte der Umsatz im dritten Quartal auf Jahressicht um 14 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zu. "Wir halten den Kurs des profitablen Wachstums und haben unsere erfolgreiche Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten fortgesetzt", sagte Vorstandschef Harald Krüger.

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Operativ blieben mit knapp 2,4 Milliarden Euro 4,3 Prozent mehr hängen als im Vorjahr. Unter dem Strich nahm der Autobauer gut 1,6 Milliarden Euro ein - ein Anstieg um ein Fünftel. Insgesamt wurden weltweit zwischen Juli und Ende September 545.062 Fahrzeuge an die Kunden übergeben - ein Plus von fast sieben Prozent. Zudem profitierte BMW nach eigenem Bekunden auch von Verbesserungen im Finanzergebnis. Zudem warf die Motorradsparte deutlich mehr Gewinn ab.

BMW fährt Daimler bei Rendite hinterher

Auch in der Kernsparte, dem Autogeschäft, übertraf BMW die Erwartungen. Hier legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 12,7 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu. Der Umsatz zog, dank hoher Verkaufszahlen und Währungseffekten, um 15,6 Prozent auf 21 Milliarden Euro an. Damit lag die Rendite im Autosegment bei 9,1 Prozent, nach 9,4 Prozent vor Jahresfrist. Konkurrent Mercedes kam auf 10,4 Prozent.

Mit Blick auf die ersten neun Monate des Jahres bestätigte der Konzern seine "anspruchsvollen Ziele für das Gesamtjahr". Bei den Verkaufszahlen der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ist ein solider Zuwachs geplant, zwischen 5 und 9,9 Prozent. Dafür sollen insgesamt 15 neue und überarbeitete Modelle sorgen, etwa das neue Flaggschiff 7er. Die BMW Group wolle 2015 die Nummer 1 im Premiumsegment bleiben, betonte der Konzern erneut.

Zuletzt kam Mercedes-Benz nahe an die Münchner heran, Audi fiel auf Platz 3 zurück. Beide wollen BMW bis 2020 als führenden Oberklasse-Hersteller ablösen. Mercedes-Benz profitiert dank seiner jungen Modellpalette vor allem von besseren Geschäften in China, während die Rivalen dort Federn ließen. Bei BMW schlug sich die Schwäche im einstigen Absatzparadies besonders bei der Luxusmarke Rolls-Royce nieder. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment entscheiden.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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