Wirtschaft

Effizienz auf dem Prüfstand BMW will seine Werke optimieren

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Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten in der Montage des i8.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der deutsche Autobauer BMW will mit Effizienzmaßnahmen bis Ende 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro einsparen. Dafür sollen Prozesse kontinuierlich verbessert und Möglichkeiten der Digitalisierung besser genutzt werden, teilt der neue Produktionsvorstand mit. Für Nischenmodelle bedeutet das nichts Gutes.

BMW will in der Produktion bis Ende 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro Effizienzpotential heben. "Das schaffen wir durch zwei Stellhebel: Zum einen optimieren wir die Anlageinvestitionen. Zum anderen senken wir die laufenden Kosten, indem wir unsere Prozesse kontinuierlich verbessern und die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen", sagte der neue Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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Seit etwas mehr als zwei Jahren läuft bei BMW das Sparprogramm "Performance Next", mit dem die Effizienz im Konzern verbessert werden soll. Danach sollen etwa die Hälfte der Antriebsvarianten entfallen und Nischenmodelle wie der Dreier Gran Turismo keinen Nachfolger mehr erhalten.

In der Corona-Krise kommt BMW offenbar glimpflich davon. Mit nennenswerten Verwerfungen rechnet der BMW-Produktionsvorstand nicht. "Auf unsere Werke außerhalb Chinas hat der Coronavirus-Ausbruch keine Auswirkungen."

Die weltweite Lieferkette sei zu keiner Zeit gerissen und "auch unsere Jahresplanung für die Produktion in China ist nicht beeinträchtigt", sagte Nedeljkovic, der seit gut 100 Tagen im Amt ist. "Das ausgefallene Volumen könnten wir in allen drei Werken zum Beispiel über Schichtverlängerungen aufholen, wenn der chinesische Markt einen entsprechenden Bedarf hat."

Quelle: ntv.de, jki/DJ