Wirtschaft

Bis zu 10 Milliarden Euro nötig Bahn braucht in Corona-Krise gewaltige Hilfe

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Leere Züge - die Corona-Krise trifft die Deutsche Bahn hart.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die Corona-Krise sorgt für gewaltige Belastungen bei der Deutschen Bahn. Der massive Einbruch der Gastzahlen bei gleichzeitig fast komplettem Erhalt des Fahrplans reißen ein tiefes Minus in die Bilanz. Die geplanten Investitionen sollen aber bestehen bleiben.

Die Deutsche Bahn kommt wegen der Belastungen in der Corona-Krise wirtschaftlich unter Druck und braucht vom Bund zusätzliche Finanzhilfen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur benötigt der bundeseigene Konzern bis 2024 rund acht bis zehn Milliarden Euro - davon könnte die Bahn bis zur Hälfte übernehmen.

So dürfte die geltende Schuldenobergrenze von rund 25 Milliarden Euro ausgeweitet werden, die Bahn lag vor der Krise knapp darunter. Denkbar seien außerdem an einigen Stellen Einsparungen. Die Investitionen sollen aber auf einem hohen Niveau bleiben.

Die Bahn hat ihr Angebot in Folge der Corona-Krise zurückgefahren, der größte Teil des Fahrplans wurde aber aufrechterhalten - um eine Grundversorgung zu gewährleisten. Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr sind jedoch eingebrochen, auf 10 bis 15 Prozent des Niveaus vor der Krise. Dazu kommen Probleme im Güterverkehr.

Ein Bahn-Sprecher sagte: "Wir sind seit Beginn der Krise in einem engen Austausch mit unserem Eigentümer. Nach Vorlage der April-Zahlen wird der Aufsichtsrat am 15. Mai in einer turnusgemäßen Sitzung über die wirtschaftliche Lage informiert." Der Bund als Eigentümer hat im vergangenen Jahr eine Eigenkapitalerhöhung beschlossen. Das Geld ist aber bereits verplant, etwa zur Modernisierung der Infrastruktur.

Quelle: ntv.de, tno/dpa