Wirtschaft

Kein Verzicht auf Masken Bahn gewährt Fahrgästen keinen Impf-Bonus

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Nur 80 Millionen Fahrgäste zählte die Bahn im vergangenen Jahr im Fernverkehr - halb so viele wie noch 2019.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Wer gegen Corona geimpft ist, wird in den Zügen der Bahn auch weiterhin alle Schutzmaßnahmen beachten müssen. Das versicherte der Konzernchef. Zugleich machte Lutz deutlich, wie stark die Pandemie das Unternehmen getroffen hat. Im Fernverkehr halbierte sich die Passagierzahl.

Bahn-Chef Richard Lutz hat möglichen Sonderrechten für Corona-Geimpfte eine Absage erteilt. Die werde es von Seiten der Deutschen Bahn nicht geben, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Der Konzern halte sich "an die politischen Vorgaben. Niemand wird deshalb vorerst auf eine Maske verzichten können, nur weil er einen Impfausweis hochhält."

Nach Angaben des Konzernchefs ist in der Corona-Pandemie die Passagierzahlen in den Fernzügen im vergangenen Jahr so stark eingebrochen wie seit Jahrzehnten nicht. "Noch 2019 hatten wir im Fernverkehr mit mehr als 150 Millionen so viele Passagiere wie noch nie", sagte er. Ende 2020 seien es mit rund 80 Millionen nur noch gut halb so viele gewesen. Auch zu Beginn des Jahres 2021 seien die ICE- und Intercity-Züge nur zu rund 20 Prozent besetzt, sagte Lutz weiter.

Vorerst wird die Lage nach Einschätzung der Bahn kritisch bleiben, sich aber Ende des Jahres bessern. "Die nächsten Monate werden hart. Ab April, Mai wird sich die Situation mit den zunehmenden Impfungen und den höheren Temperaturen verbessern, sagte Lutz. "Ich bin zuversichtlich, dass wir als DB Ende des Jahres zurück auf Normalniveau sein werden."

Die finanziellen Folgen der Pandemie für die Bahn sind demnach enorm. "Wir haben für das Eisenbahngeschäft einen Schaden von knapp zehn Milliarden Euro für den Zeitraum bis 2024 prognostiziert", sagte Lutz. "Am härtesten wird es uns 2020 und 2021 treffen. Ab dem Jahr 2022 wollen wir wieder in die Gewinnzone zurückkehren."

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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