Wirtschaft

Neue Gespräche mit EVG Bahn hat "großen Einigungswillen"

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"Wir sind weitgehend wieder im Plan", erklärte Bahn-Sprecher Stauß sechs Stunden nach dem Streikende.

REUTERS

Der bundesweite Streik ihrer Mitarbeiter ist ein Warnschuss für die Deutsche Bahn. "Einen großen Vertrauensverlust bei Kunden" beklagt das Unternehmen. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft strebt die Bahn daher eine Einigung an.

Nach dem bundesweiten Warnstreik will die Deutsche Bahn weitere Ausfälle und Verspätungen vermeiden und sich mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einigen. "Am morgigen Dienstag treffen wir uns mit der EVG. Wir gehen mit einem sehr großen Einigungswillen in die Verhandlungen", erklärte Bahn-Sprecher Achim Stauß auf einer Pressekonferenz. Der Streik sei überflüssig gewesen, sagte er, "weil wir uns am Verhandlungstisch bereits angenähert hatten, mit einer Tariferhöhung über 6,7 Prozent".

Die Ankündigung der EVG sei sehr kurzfristig gewesen und dadurch sei es schwer gewesen, sich darauf einzustellen, so Stauß. "Wir haben versucht, die Reisenden so gut wie möglich zu betreuen. Wir sind weitgehend wieder im Plan." Eine Schadensbilanz konnte er noch nicht ziehen, der Streik habe allerdings "Fahrgäste in der Vorweihnachtszeit verunsichert". Er sprach von einem großen "Vertrauensverlust bei den Kunden".

Tausende EVG-Mitglieder hatten am Morgen die Arbeit niedergelegt und den Zugverkehr vielerorts nahezu zum Erliegen gebracht. Der vierstündige Ausstand traf Millionen Reisende und Pendler hart. Weitere Warnstreiks sind vorerst nicht geplant.

Hintergrund des Streiks sind Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte. Die EVG verlangt 7,5 Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter. Außerdem will sie, dass Arbeitnehmer statt des Geldes mehr Urlaub oder eine kürzere Arbeitszeit wählen können. Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer verlangt unter anderem 7,5 Prozent mehr Geld.

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Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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