Wirtschaft

Nach Glyphosat nun Dicamba Bayer steht neuer Ärger ins Haus

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Einsatz von Dicamba im US-Bundesstaat Wisconsin.

(Foto: REUTERS)

Die Übernahme von Monsanto könnte für Bayer deutlich teurer werden. Neben den vielen Glyphosat-Klagen steht in den USA nun auch das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba im Fokus. Zwei Saatguthändler wollen dessen Einsatz verhindern.

Der Bayer-Tochter Monsanto droht in den USA mit ihrem Unkrautvernichtungsmittel Dicamba neues Ungemach. Die beiden größten unabhängigen Saatguthändler des Landes, Beck's Hybrids und Stine Seed, wollen bei den US-Behörden erreichen, dass Dicamba von Landwirten zunächst nicht mehr eingesetzt werden darf. Sollte es zu einem Verbot kommen, könnte den Bauern der Anreiz fehlen, das darauf abgestimmte Monsanto-Saatgut zu kaufen. Der Bayer-Tochter drohen dadurch Umsatzeinbußen.

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Hintergrund der Initiative sei, dass das Mittel auch auf Felder gelangt sei, auf denen Sojabohnen wuchsen, die gegen Dicamba nicht resistent sind, erklärten die Unternehmen. Dadurch habe es Ernteschäden gegeben. Der US-Konzern Monsanto, den Bayer jüngst für rund 63 Milliarden Dollar übernahm, hat dagegen gentechnisch veränderte Sojabohnen entwickelt, denen Dicamba nicht schaden kann. Die US-Umweltschutzbehörde EPA will im Herbst entscheiden, ob sie die Genehmigung für Dicamba verlängert.

Monsanto sieht sich wegen Dicamba mit mehreren Klagen konfrontiert. 2017 hatte eine neue chemische Zusammensetzung des Pflanzenschutzmittels nach Einschätzung von Landwirten und Experten zu erheblichen Schäden an der Ernte geführt, da sich Dicamba verflüchtigt habe, über die Felder getrieben sei und so auch Pflanzen erreicht habe, die nicht durch gentechnische Veränderung gegen das Mittel gewappnet waren. Das hatte eine Welle von Beschwerden und Klagen gegen Monsanto ausgelöst.

Monsanto sieht sich Tausenden Klagen gegenüber

Monsanto wirft den Landwirten vor, der Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben. Dicamba wird außer von Monsanto auch von dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem US-Unternehmen DowDuPont hergestellt.

Monsanto war jüngst von einem US-Gericht zur Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt worden, der sein Leiden auf das von Monsanto entwickelte Glyphosat zurückführte. Monsanto sieht sich mehr als 5000 ähnlichen Klagen in den USA gegenüber.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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