Wirtschaft

Vorwurf: Kurzarbeitergeld-Betrug Beamte durchsuchen Büros von C&A

130046059.jpg

C&A weist die Vorwürfe von sich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Zuge der Corona-Krise beantragen zahlreiche Unternehmen Kurzarbeitergeld. Auch der Modekonzern C&A stellt einen entsprechenden Antrag. Doch eine interne E-Mail lässt Zweifel daran aufkommen, ob die Angestellten tatsächlich weniger arbeiten. Die Behörden reagieren.

Nach dem Vorwurf des Kurzarbeitergeld-Betrugs gegen C&A Ende Mai haben Zoll und Bundesagentur für Arbeit (BA) mehrere Büros des Modekonzerns in Düsseldorf und Hannover durchsucht. Das berichtete das Magazin "Business Insider"; aus Behördenkreisen hieß es auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, es habe Prüfungen in einer bekannten deutschen Textilhandelsfirma gegeben, ob Anhaltspunkte für den Vorwurf zu finden seien. C&A hatte den Vorwurf Ende Mai als "ohne Grundlage" zurückgewiesen.

Laut "Business Insider" durchsuchten Beamte des Zolls und der BA am Mittwoch Büros von C&A. Der "Spiegel" hatte Ende Mai berichtet, das Unternehmen habe Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, aber intern zu Mehrarbeit verpflichtet. Das Magazin berief sich auf eine E-Mail von Mitarbeitern.

C&A erklärte daraufhin, eine "einzelne Person" habe Anschuldigungen gegen Führungskräfte in einer einzigen Abteilung erhoben, für die das Unternehmen auch nach ausführlicher Recherche keine Anhaltspunkte habe finden können. C&A habe zudem die in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter und deren Vorgesetzte wiederholt darauf hingewiesen, dass die geleistete Arbeitszeit während der Kurzarbeit vollständig der Personalabteilung gemeldet werden muss und dass keine Stunden unterschlagen werden dürfen.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP