Wirtschaft

Prognose angehoben Bei Covestro kehrt die Zuversicht zurück

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Für das Gesamtjahr peilt Covestro nun das obere Ende der Ebitda-Spanne an.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im April und damit inmitten aller Corona-Unwägbarkeiten bleibt der Kunststoffhersteller Covestro mit seiner Prognose eher vage. Nach dem Sommer sieht das Unternehmen nun klarer und gibt sich ausgesprochen optimistisch.

Der Kunststoffhersteller Covestro blickt nach einer guten Geschäften im Sommer deutlich zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Bereits Ende September hatte Finanzchef Thomas Toepfer von einer breiten Erholung über alle Industrien hinweg und einer "soliden Verstetigung des Aufwärtstrends" gesprochen. Auch die Preise zögen dank der steigenden Nachfrage leicht an. Zuvor hatte bereits der Branchenriese BASF mitgeteilt, dass das Tagesgeschäft im Sommer besser gelaufen sei als erwartet. Die Chemiebranche gilt als Konjunkturindikator, da ihre Produkte praktisch in allen großen Wirtschafftszweigen benötigt werden.

Die ehemalige Bayer-Tochter meldete für das dritte Quartal ein vorläufiges operatives Ergebnis (Ebitda) in Höhe von 456 Millionen Euro. Das waren mehr als von Experten erwartet. Im Kerngeschäft produzierte das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Jahressicht drei Prozent mehr. Damit erholte es sich besser von den Folgen der Coronavirus-Pandemie als bisher angenommen. Den vorläufigen Umsatz bezifferte Covestro mit knapp 2,8 Milliarden Euro - etwas weniger als von Analysten erwartet. Während die Mengen leicht zulegten, drückten vor allem der Preis, aber auch die Wechselkurse die Einnahmen deutlich. Die komplette Zwischenmitteilung wird Covestro am 27. Oktober vorlegen.

Mit besser laufenden Geschäften im Rücken hob Covestro seine Erwartungen an das Ebitda auf nun 1,2 Milliarden Euro an. Das ist das obere Ende der im April genannten Spanne von 700 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro. Dafür seien Kosteneinsparungen und Margenverbesserungen verantwortlich. Den Absatz im Kerngeschäft sieht Covestro weiter rückläufig. Gebannt ist allerdings das Risiko von Mittelabflüssen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa