Wirtschaft

Weiter tiefrote Bilanz Bei der Bahn kehren die Kunden zurück

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Der Fernverkehr schreibt weiter rote Zahlen - doch es geht aufwärts.

(Foto: picture alliance / Markus Mainka)

Mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen nutzen wieder mehr Menschen die Bahn. Vor allem im Fernverkehr ziehen die Geschäfte an. Allerdings verdient der Konzern dabei weiter kein Geld. Ganz anders sieht es hingegen im internationalen Güterverkehr aus.

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Minus von 1,4 Milliarden Euro, wie der Staatskonzern mitteilte. Zwar sei die Zahl der Reisenden und die der transportierten Güter gestiegen, gleichwohl habe der harte und mehrfach verlängerte Lockdown "tiefe Spuren" in der Halbjahresbilanz hinterlassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Bahn den Verlust aber verringern.

Seit dem Frühjahr verzeichne die Bahn einen spürbaren Aufwärtstrend, erklärte der Konzern. Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Deutschland ziehe seit April auch die Nachfrage im besonders stark von der Pandemie betroffenen Fernverkehr wieder kräftig an. Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg auf Jahressicht um mehr als zwölf Prozent auf 21,8 Milliarden Euro.

"Der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt uns: Die Menschen wollen wieder Bahn fahren", sagte Bahn-Chef Richard Lutz. Zugleich betonte er die Bedeutung der DB für das Erreichen der Klimaziele: "Das verheerende Hochwasser hat uns einmal mehr bewusst gemacht, wie gravierend die Folgen des Klimawandels bereits sind. Deshalb ist die Schiene wichtiger denn je für eine nachhaltige Entwicklung."

Trotz der Belebung blieb das Unternehmen bei seiner bisherigen Prognose für das Gesamtjahr: Der Betriebsverlust (Ebit) - also noch vor Steuern und Zinszahlungen der hochverschuldeten Bahn - werde bei zwei Milliarden Euro liegen.

In den ersten sechs Monaten fuhr die Bahn im Fernverkehr einen Betriebsverlust von mehr als einer Milliarde Euro ein. Dagegen konnte die internationale Spedition Schenker mit einem Rekordgewinn im Halbjahr von fast 630 Millionen Euro den Verlust des Konzerns deutlich mindern. Güterbahn und Nahverkehr schrieben zwar ebenfalls rote Zahlen, schnitten aber deutlich besser ab als im ersten Halbjahr 2020. Der Betriebsverlust (Ebit) des Konzerns blieb so mit 975 Millionen Euro noch knapp unter einer Milliarde Euro und damit nur fast halb so hoch wie im ersten Halbjahr 2020.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/rts

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