Wirtschaft

Zu wenig Geld zum Heizen Bei zwei Millionen Deutschen bleibt es kalt

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Vor elf Jahren konnten noch 4,5 Millionen Deutsche nicht ausreichend heizen.

(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/B. Leitner)

Während die Temperaturen im Winter in manchen Landesteilen in den zweistelligen Minusbereich fallen, können es sich zwei Millionen Menschen in Deutschland im Jahr 2019 nicht leisten, die Heizung voll aufzudrehen. Besonders hart trifft es offenbar zwei Bevölkerungsgruppen.

Nicht alle Deutschen können sich bei Wintertemperaturen in einer ausreichend geheizten Wohnung aufwärmen: Im Jahr 2019 konnten zwei Millionen Menschen in Deutschland aus finanziellen Gründen ihre Wohnung nicht angemessen warmhalten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 2,5 Prozent.

Demnach blieb es am häufigsten bei Alleinlebenden sowie in Haushalten von Alleinerziehenden kalt. Laut Statistikamt konnten im Jahr 2019 sieben Prozent der Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten ihre Wohnung aus Geldmangel nicht ausreichend heizen, unter den Alleinlebenden waren 4,8 Prozent betroffen.

Insgesamt war die Quote in Deutschland indes nur noch etwa halb so hoch wie zehn Jahre zuvor, wie die Statistiker weiter mitteilten: 2009 konnten noch 5,5 Prozent der Bevölkerung oder 4,5 Millionen Deutsche nicht ausreichend heizen. In der Europäischen Union waren 2019 rund 6,9 Prozent der Bevölkerung finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnungen adäquat zu heizen. Am häufigsten traf dies auf Menschen in Bulgarien (30,1 Prozent), Litauen (26,7 Prozent) und Zypern (21,0 Prozent) zu. In Schweden, Österreich und Finnland war der Anteil mit jeweils knapp 2 Prozent am niedrigsten.

Quelle: ntv.de, cls/AFP/rts