Wirtschaft

Wechsel am 30. Juni Beiersdorf-Chef geht überraschend

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De Loecker räumt am 30. Juni seinen Posten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Hamburger Dax-Konzern Beiersdorf geht das Stühlerücken an der Spitze weiter. Konzernchef De Loecker tritt nach nur zweieinhalb Jahren ab. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker tritt nach nur zweieinhalb Jahren an der Spitze des Hamburger Konsumgüterkonzerns ab. Wie Beiersdorf mitteilte, haben sich der Aufsichtsrat und De Loecker auf die Beendigung seines Vorstandsmandats zum 30. Juni geeinigt. Nachfolger an der Spitze soll zum 1. Mai Vincent Warnery werden, derzeit verantwortlich für den Geschäftsbereich Pharmacy & Selective mit den Marken Eucerin, Hansaplast und La Prairie sowie das Nordamerikageschäft. Warnery gehört dem Beiersdorf-Vorstand seit Februar 2017 an. Der Aufsichtsrat hat seine Bestellung um fünf Jahre bis zum 31. Januar 2027 verlängert.

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De Loecker führte Beiersdorf seit 1. Januar 2019. Mit seinem Abgang spitzt sich das Stühlerücken im Beiersdorf-Vorstand zu. Erst Ende März hatte Asim Naseer, seit 2019 im Vorstand zuständig für die Cosmetics Brands und Marketing-Chef für Nivea, Beiersdorf mit Ablauf seines Vertrags verlassen. Ende Dezember hatte Finanzchefin Dessi Temperley, seit 1. Juli 2018 im Amt, angekündigt, das Unternehmen mit Beendigung ihres Dreijahresvertrags verlassen. Ihre Nachfolgerin seit 1. Januar ist Astrid Hermann. Die 47-Jährige ist im Vorstand auch für die Klebstoffsparte Tesa zuständig. Zuvor war sie CFO für Nordamerika bei Colgate-Palmolive.

Der Konsumgüterkonzern hatte zu Monatsbeginn solide Zahlen für das erste Quartal gemeldet und vor allem von einem deutlichen Plus bei ihrem Klebstoffgeschäft Tesa profitiert. Vorläufigen Zahlen zufolge stiegen die Umsätze in den ersten drei Monaten organisch um 6,3 Prozent auf knapp 1,95 Milliarden Euro. Während das Hautpflegegeschäft des Nivea-Herstellers um 2,7 Prozent zulegte, verbesserte sich das Klebstoffgeschäft dank einer robusten Nachfrage der Elektronik- und der Autoindustrie um 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liege die Entwicklung über den Erwartungen des Kapitalmarktes, so Beiersdorf. Die Jahresprognose hatte Beiersdorf beibehalten. Am morgigen Mittwoch das Unternehmen detaillierte Zahlen vorlegen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/dpa

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