Wirtschaft

Hilfe für europäische Hersteller Berlin und Paris wollen Batterie-Branche fördern

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Amtskollege Bruno Le Maire in Paris.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Bedeutung der Elektromobilität steigt auch die Bedeutung der Batteriezellen. Doch die Produktion dieser wird hauptsächlich von Herstellern außerhalb Europas dominiert. Das soll sich nach dem Willen der Regierungen Deutschlands und Frankreichs bald ändern.

Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs wollen eine gemeinsame Strategie ausarbeiten, damit die EU bei der Fertigung von Batteriezellen nicht den Anschluss auf dem Weltmarkt verliert. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire unterzeichneten in Paris eine entsprechende Absichtserklärung. "Die Batterietechnologie ist ein Schlüsselfaktor und wird in mehreren wichtigen Bereichen der industriellen Wertschöpfung unverzichtbar sein", heißt es darin.

Die Vereinbarung sieht die Ausarbeitung eines "strategischen Ansatzes" zur Batteriezellproduktion in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission vor. Sie soll europäische Produzenten im Konkurrenzkampf mit Herstellern etwa aus China, Japan oder Südkorea stärken. Befürworter bezeichnen das Projekt als eine Art "Airbus der Batteriebranche" - in Anlehnung an den paneuropäischen Flugzeugbauer.

Wirtschaftsministerium will eine Milliarde Euro bereitstellen

"Batterien werden andere Technologien aus der Vergangenheit ersetzen", sagte Altmaier nach dem Treffen in Paris. "Autohersteller in Europa und woanders entscheiden jetzt, wo sie ihre Batterien bestellen werden", fügte Le Maire hinzu. Wenn man sich jetzt nicht gemeinsam anstrenge, werde Europa morgen keine Batterien mehr produzieren.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit soll den Kern für eine umfassendere europäische Strategie bilden. Altmaier hatte die Förderung der Batteriezellproduktion bereits im vergangenen Monat zu einer der Prioritäten seiner Arbeit ernannt. Bis 2022 will sein Ministerium dafür eine Milliarde Euro bereitstellen. Frankreich hat seine Fördermittel bislang nicht nicht genau beziffert. Gemeinsames Ziel soll es nun sein, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten zu unterstützen. Für einen gewissen Zeitraum soll es für die Entwicklung von Batteriezellen Starthilfe geben.

Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass sich der weltweite Bedarf an mobilen und stationären Stromspeichern in den kommenden elf Jahren mehr als verzehnfacht. Die Bedeutung der Batteriezellen steigt mit der Bedeutung der Elektromobilität. Ein großer Teil der Wertschöpfung in diesem Bereich liegt in der Batteriefertigung, die bislang allerdings vor allem von Herstellern außerhalb Europas dominiert wird.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP/dpa

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