Wirtschaft

Südländer von Spitze verdrängt Berlins Wirtschaft holt auf

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Dauergroßbaustelle: Die - statistisch gesehen - rege Bautätigkeit in Berlin heißt die Wirtschaft der Hauptstadt an.

(Foto: dpa)

Die deutsche Wirtschaft ist im Süden am stärksten - im Osten dagegen schwach: Diese Rollenverteilung ändert sich. 2016 waren Berlin und Sachsen die wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Bundesländer. Der bisherige Spitzenreiter schwächelt.

In Sachsen und Berlin hat sich die Wirtschaft im vergangenen Jahr bundesweit am besten entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den beiden Ländern wuchs 2016 im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 2,7 Prozent, wie der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder mitteilte.

Der bundesweite Durchschnittswert des preisbereinigten Wachstums lag bei plus 1,9 Prozent. Die Zunahme in Berlin geht vor allem auf das Baugewerbe und die starke Bautätigkeit sowie auf den Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe und Kommunikation zurück. Die Berliner Wirtschaft profitierte auch von der steigenden Einwohnerzahl der Hauptstadt und der weiteren Zunahme beim Tourismus.

2016 hatte noch Baden-Württemberg mit einem Wachstum über 3 Prozent an der Spitze gelegen. Der Südwesten fiel dieses Mal mit plus 2,2 Prozent auf den zweiten Platz. Ebenfalls überdurchschnittlich wuchs die Wirtschaft in Bremen (+2,2 Prozent) und Bayern (+2,1 Prozent). Bundesweites Schlusslicht war das Saarland, wo das Wirtschaftswachstum bei null Prozent stagnierte.

Den größten Anteil zur gesamtdeutschen Wertschöpfung steuerte im vergangenen Jahr Nordrhein-Westfalen mit nominal 669,7 Milliarden Euro bei. Dahinter folgten Bayern (568 Milliarden) und Baden-Württemberg (476,8 Milliarden). Das deutsche BIP betrug demnach rund 3,1 Billionen Euro.

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Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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