Wirtschaft

Fleischersatz boomt Beyond Meat wächst rasant in der Krise

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Der vegane Burger-Hersteller wirbt mit "jetzt noch fleischiger" ("now even meatier").

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fleischersatz-Hersteller ist ein klarer Corona-Profiteur: Während die US-Fleischindustrie unter der Pandemie ächzt und Fast-Food-Ketten über Engpässe klagen, finden pflanzliche Alternativen reißenden Absatz. Auch an der Börse startet Beyond Meat richtig durch.

Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat setzt sein rasantes Wachstum auch in der Corona-Krise fort. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um gut 140 Prozent auf 97,1 Millionen Dollar, wie Beyond Meat nach US-Börsenschluss mitteilte.

Beyond Meat
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Zudem schrieb Beyond Meat einen Gewinn von 1,8 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 6,6 Millionen Dollar angefallen. An der Wall Street waren rote Zahlen und weniger Umsatz erwartet worden. Die Aktie legte daraufhin nachbörslich deutlich zu. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 30 Prozent gestiegen.

Beyond Meat wurde 2009 gegründet und ist seit Mai 2019 an der Börse. Das Unternehmen stellt Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis her - ohne tierische Zutaten. Diverse Fast-Food-Ketten bieten die veganen Burger inzwischen an. Gerade in der Corona-Pandemie sind Beyond Meat und der Rivale Impossible Foods willkommene Alternativen zur klassischen US-Fleischindustrie.

Fleischfabriken großer Hersteller wie Smithfield oder Tyson Foods ächzen unter der Krise. Sie gelten als Covid-19-Infektionsherde und mussten pandemiebedingt schließen. US-Präsident Donald Trump hat bereits das eigentlich für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz "Defense Production Act" angewandt, um den Betrieb und die Fleischversorgung aufrechtzuerhalten. Dennoch bekommt die Fast-Food-Branche den Fleischmangel in den USA inzwischen zu spüren.

Fast-Food-Ketten klagen über Engpässe

Die Hamburger-Kette Wendy's bestätigte am Dienstag, dass es in einigen ihrer Schnellrestaurants aufgrund der angespannten Versorgungslage zu Engpässen kommen könne. Vorher hatten Kunden im Internet über Burger-Mangel geklagt. Einem Experten der Investmentbank Stephens zufolge waren Rindfleischprodukte zu Wochenbeginn angeblich in 18 Prozent aller US-Filialen von Wendy's komplett ausverkauft. Das zeige eine Auswertung der Online-Menüs.

Eine Unternehmenssprecherin machte auf Nachfrage keine konkreten Angaben zur Verfügbarkeit. An der Börse gerieten die Aktien von Wendy's deutlich ins Minus. Die große Einzelhandelskette Costco gab am Montag bekannt, Einkäufe von Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch vorübergehend auf maximal drei Artikel pro Kunden zu begrenzen. Am Freitag hatte bereits der Supermarkt-Riese Kroger auf seiner Internetseite ein eingeschränktes Fleischsortiment eingeräumt. Dem Landwirtschaftsministerium zufolge sind die Fleischpreise im Großhandel bereits kräftig gestiegen.

Quelle: ntv.de, ddi/rts

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