"Die Branche muss mitspielen"Billigflieger Breeze Airways will 2027 an die Börse

Der Erfolg von Breeze Airways basiert auf drei Faktoren: niedrigen Flugpreisen, hoher Qualität und einer monopolistischen Denkweise. Auf vielen Strecken fliegt die Airline exklusiv. Der rasante Aufstieg könnte nun im Börsengang münden.
Der US-Billigflieger Breeze Airways plant für das Jahr 2027 seinen Börsengang. Letztlich hänge der Schritt aber von den Marktbedingungen ab, sagte Firmenchef David Neeleman der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Jahrestagung des Weltluftfahrtverbandes IATA in Rio de Janeiro. Breeze habe einen früheren Schritt aufs Parkett erwogen, sich aber wegen des Marktumfelds dagegen entschieden.
"Für einen Börsengang müssen der Markt und die Branche mitspielen", sagte Neeleman. Die 2021 gegründete Airline sei auf einem guten Weg zu finanzieller Stabilität. Breeze müsse derzeit kein Kapital aufnehmen und könne es sich daher leisten, auf das richtige Umfeld zu warten.
Neeleman hatte in der Vergangenheit bereits die Fluggesellschaften JetBlue und Azul gegründet. Mit Breeze konzentriert er sich auf günstige Direktverbindungen zwischen mittelgroßen US-Städten, die bislang eher schwach bedient werden. Das Unternehmen ist auf fast 90 Prozent seiner 220 Strecken der einzige Betreiber.
Während Konkurrenten wie Southwest und Spirit mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen haben, ist es dem Start-up Breeze Airways gelungen, sich zur am schnellsten wachsenden Fluggesellschaft Amerikas zu entwickeln. Ihr Erfolg basiert auf drei Faktoren: niedrigen Flugpreisen, hoher Qualität und einer monopolistischen Denkweise. Obwohl die Preise für einen einfachen Flug bei nur 30 Dollar lagen, wurde die Fluggesellschaft von der Airline Passenger Experience Association mit dem Preis für den "besten Kabinenservice" 2025 ausgezeichnet.