Wirtschaft

500 Stellen sind ausgeschrieben Biontech will weiter wachsen

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Der Firmensitz von Biontech ist in Mainz.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Mit der Zulassung des ersten Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 auf Grundlage der mRNA-Technologie landet Biontech einen echten Coup. Nun will das Unternehmen mit Sitz in Mainz weiter wachsen und zum ersten Mal auch ein eigenes Vertriebsteam aufbauen.

Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der "Welt am Sonntag". 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben.

Vor der Corona-Pandemie beschäftigte das Biotechnologieunternehmen bereits mehr als 1300 Mitarbeiter. Biopharmaceutical New Technologies, kurz Biontech, arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen.

Erster Corona-mRNA-Impfstoff

Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Biontech dann im vergangenen Jahr den ersten in vielen Ländern zugelassen Impfstoff gegen das Coronavirus. Dafür verwendete das Unternehmen die neuartige mRNA-Technologie, die auch bei der Entwicklung von Krebsimmuntherapien zum Einsatz kommt. Der Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 wird in Werken von Pfizer für den weltweiten Bedarf hergestellt. Der mRNA-Impfstoff ist auch das erste zugelassene Produkt des Unternehmens. Rund 20 weitere seien dem Unternehmen zufolge als potenzielle Medikamente weiterhin in der Entwicklungsphase. In den vergangenen anderthalb Jahren stieg die Zahl der Biontech-Mitarbeiter bereits auf rund 2000.

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Laut dem Bericht der "Welt am Sonntag" will der Hersteller nun zum ersten Mal in ein eigenes Vertriebsteam von 60 Mitarbeitern investieren, um die Vermarktung zugelassener Produkte selbst voranzubringen. "Wir haben Biontech von Anfang als voll integriertes Unternehmen aufgestellt. Mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und nun auch einem Vertrieb", sagte Vorstandsmitglied Sierk Poetting der Zeitung dazu.

In den kommenden Monaten solle dem Bericht zufolge auch das Produktionsnetzwerk weiter wachsen. "Wir bauen Produktionskapazitäten bedarfsgerecht aus", erklärte Poetting weiter. Ziel sei der Aufbau eines weltweiten Netzwerks für die mRNA-Produktion.

Quelle: ntv.de, jaz/AFP

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