Wirtschaft

Nach heftigen Schwankungen Bitcoin wieder mehr als 1000 Dollar wert

Bitcoin-Münzen beim Münzhandel «BitcoinCommodities» in Berlin. Foto: Jens Kalaene

Einen Schub erhielt Bitcoin vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl im November.

dpa

Die virtuelle Währung Bitcoin kann nach mehr als drei Jahren wieder die Marke von 1000 Dollar überwinden. Schub geben zuletzt die US-Wahlen und die Nachfrage aus China. Manche Beobachter sagen dem Bitcoin einen weiteren steilen Anstieg voraus.

Für die Internetwährung Bitcoin beginnt das neue Jahr mit einem Meilenstein. Erstmals seit November 2013 wurde die Marke von 1000 Dollar überwunden. Laut Daten von Coin Market Cap kostete ein Bitcoin zuletzt 1013 Dollar. Auch auf anderen Bitcoin-Börsen wie Bitfinex und Coinbase notierte die digitale Währung zuletzt oberhalb von 1000 Dollar.

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Bitcoin 3.829,41

Im vergangenen Jahr hat Bitcoin über 100 Prozent zugelegt. Die Marktkapitalisierung beträgt nunmehr über 16 Milliarden Dollar. Für 2017 sagen einige Beobachter sogar einen Anstieg auf bis zu 3000 Dollar je Bitcoin voraus. Allerdings hat die digitale Währung bereits heftige Schwankungen hinter sich: Kurz nach den bisherigen Höchstständen Ende 2013 platzte die Bitcoin-Blase und der Kurs der Währung brach auf weniger als 250 Dollar ein.

Einen Schub erhielt Bitcoin vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl im November, das auch dem Dollar Auftrieb gab. Nachdem Anfang Dezember ein wichtiger Widerstand oberhalb von 800 Dollar geknackt worden war, schien die Kryptowährung in den letzten Tagen des alten Jahres klar auf Kurs Richtung 1000 Dollar.

Jüngster Anstieg hat Ursache in China

Analysten schreiben den starken Anstieg zum einen der höheren Akzeptanz bei professionellen Anlegern zu. Eine wichtige Rolle spiele darüber hinaus die Furcht vor einer Instabilität der weltgrößten Volkswirtschaften. Vor allem chinesische Anleger investierten kräftig in Bitcoin, weil sie sich gegen die Abwertung des Yuan oder Renminbi absichern wollten, der im Zuge der Dollarstärke stark abgewertet hatte. Auch der Anstieg über die 1000-Dollar-Marke geht nach Meinung einiger Beobachter auf das Konto chinesischer Investoren.

Gegenwärtig dürfen Chinesen jährlich Yuan im Gegenwert von bis zu 50.000 US-Dollar tauschen. Es gibt aber Befürchtungen, dass China in Erwartung von Mittelabflüssen neue Kapitalverkehrskontrollen einführt. Es ist daher gut möglich, dass chinesische Anleger ihre Jahresquote gleich am Dienstag voll ausschöpfen, wenn nach dem langen Feiertagswochenende die chinesischen Banken wieder öffnen.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ

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