Wirtschaft

Qualcomm muss bluten Blackberry-Aktien vollführen Kurssprung

BlackBerry KEYone

Neues Modell und ein unverhoffter Geldregen: Blackberry könnte neu durchstarten.

(Foto: Manu Fernandez/AP/dpa)

Seit Jahren steckt Blackberry in der Krise. Mit einer Fokussierung auf das Android-Betriebssystem sowie die Herstellung seiner Smartphones durch den chinesischen TCL-Konzern versucht der Konzern die Kurve zu kriegen. Ein Gerichtsentscheid hilft nun dabei.

Die Aktien des Smartphone-Pioniers Blackberry warten zur Wochenmitte mit einem Kurssprung im zweistelligen Prozentbereich auf. Die Titel kletterten an der Nasdaq 18,5 Prozent. Sie waren damit einer der absoluten Tagestopwerte. Als Grund nannten Händler das Ende eines jahrelangen Lizenzstreits mit dem Chiphersteller Qualcomm.

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Blackberry 5,89

Der vor einem Schiedsgericht in San Diego ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass Blackberry wegen zu hoher Zahlungen 814,9 Millionen Dollar (768,3 Millionen Euro) plus Zinsen und Anwaltskosten von Qualcomm erstattet bekommt. Das teilte Blackberry mit.  Es handelt sich zunächst um eine vorläufige Summe. Der endgültige Entschädigungsbetrag soll nach einer weiteren Anhörung am 30. Mai festgelegt werden.

"Blackberry und Qualcomm haben langjährige Beziehungen und werden weiter geschätzte Technologiepartner sein", sagte Blackberry-Vorstandschef John Chen. Qualcomm kann die Entscheidung nicht anfechten. Die Titel büßten knapp 2 Prozent ein.

Blackberry kann das Geld gut gebrauchen. Der Smartphone-Pionier läuft seit Jahren den neuen Marktgrößen Apple und Samsung hinterher. Der Konzern reagierte, lässt seine Geräte vom chinesischen TCL-Konzern herstellen und setzt auf das Google-Betriebssystem Android. In Kürze erscheint mit dem so genannten Key One ein aktuelles Blackberry, es besitzt als besonderes Merkmal die typische physische Tastatur.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/DJ