Wirtschaft

Genehmigung ohne Auflagen Boeing-Embraer-Fusion nimmt Hürde

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Embraer stellt auch Militärflugzeuge her.

(Foto: picture alliance / Fernando Bize)

Boeing will sich den brasilianischen Konkurrenten Embraer einverleiben. Nach der Wahl Bolsonaros zum brasilianischen Präsidenten fallen die Widerstände gegen den milliardenschweren Deal. Auch die Wettbewerbsaufsicht des Landes gibt grünes Licht.

Der geplante Zusammenschluss des US-Flugzeugbauers Boeing und des brasilianischen Rivalen Embraer hat eine weitere Hürde genommen. Brasiliens Wettbewerbsaufsicht stimmte dem Deal ohne Auflagen zu, wie die zuständige Behörde Cade bekanntgab.

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Die Unternehmen begrüßten die Entscheidung in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Zusammenschluss sei nun ohne jegliche Einwände von allen Aufsichtsbehörden außer der EU-Kommission genehmigt worden.

Im Zuge des Deals will Boeing für 4,2 Milliarden Dollar 80 Prozent am Verkehrsflugzeug- und Service-Geschäft von Embraer übernehmen. Ursprünglich hatte es in Brasilien politischen Widerstand gegeben, weil Embraer auch Militärflugzeuge und Sicherheitstechnik baut.

Präsident Jair Bolsonaro kündigte aber letztlich an, dass die Regierung kein Veto einlegt. In Kraft tritt die Cade-Entscheidung aber erst in 15 Tagen, sofern es keinen Widerspruch mehr gibt.

Quelle: ntv.de, bad/dpa