Wirtschaft

Krisenjet wieder begehrt Boeing erhält Milliardenauftrag für 737 Max

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Die 737-Krise hält Airlines nicht davon ab, das Modell weiter zu bestellen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz des Flugverbots für das Modell 737 Max gelingt dem Boeing-Konzern ein großer Coup: Das Unternehmen erhält Aufträge für 50 neue Maschinen. Es ist ein milliardenschwerer Deal, der nach der großen 737-Krise durchaus überraschend ist.

Der Flugzeugbauer Boeing hat auf der Luftfahrtmesse in Dubai Aufträge für 50 Maschinen seines zurzeit mit einem Flugverbot belegten Modells 737 Max erhalten. Die kasachische Air Astana, die bereits Kunde für das Konkurrenzmodell A320neo von Airbus ist, hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung zum Kauf von 30 Max-Maschinen unterzeichnet. Der Auftrag markiert einen kleinen Coup für Boeing und hat einen Wert nach Listenpreisen von etwa 3,6 Milliarden US-Dollar.

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Zudem erhielt der US-Konzern von einem weiteren Kunden eine feste Bestellung im Wert von 2,3 Milliarden Dollar für 20 Maschinen, wie eine informierte Person sagte. Der Auftrag bestehe aus zehn 737 Max 7 und zehn 737 Max 10. Um wen es sich bei dem Kunden handelt, wurde zunächst nicht gesagt. Die Bestellung dürfte bei einer separaten Zeremonie im Heimatmarkt des Kunden bekannt gegeben werden.

Bereits am Montag hatte die Airline Sunexpress, die gemeinsam von der Lufthansa und Turkish Airlines betrieben wird, bei Boeing zehn weitere 737 Max bestellt. Die Aufträge sind für Boeing gerade jetzt wichtig, da das meistverkaufte Flugzeugmodell des Herstellers nach zwei tödlichen Abstürzen weltweit am Boden bleiben muss. Der Verkauf des Flugzeugs kam seither zum Erliegen.

Die Bestellzahlen liegen jedoch weit hinter jenen zurück, die der europäische Konkurrent Airbus in diesem Jahr bereits für sein Konkurrenzmodell eingefahren hat, darunter ein am Montag bekannt gegebener Deal über 100 Maschinen mit Air Arabia. Per Ende Oktober, den letzten verfügbaren offiziellen Daten, hat Airbus in diesem Jahr netto 542 Bestellungen verbucht. Bei Boeing waren es unter dem Strich gerade mal 45. An diesem Dienstag bestellte zudem Easyjet bei Airbus zwölf weitere Maschinen des Modells A320neo und übte dazu eine Kaufoption aus.

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Quelle: sgu/DJ

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