Wirtschaft

Hohe Kosten bei Roller-Anbieter Bosch-Tochter Coup stellt Betrieb ein

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In Berlin gehörten die Coup-Roller drei Jahre zum Straßenbild.

(Foto: picture alliance / Lino Mirgeler)

In den Metropolen Paris, Madrid und Berlin kann man die schwarz-grünen Elektroroller der Firma Coup mieten. Doch damit ist in wenigen Wochen Schluss. Wegen hoher Kosten und dem starken Wettbewerb zieht sich der Sharing-Anbieter vom Markt zurück.

Der Mietroller-Anbieter Coup stellt wegen hoher Kosten seinen Betrieb ein. Mitte Dezember werden die Elektro-Roller aus Berlin und Tübingen abgezogen, in Kürze auch aus Paris und Madrid, teilte das zu Bosch gehörende Unternehmen in Berlin mit. Angesichts des starken Wettbewerbs und hoher Servicekosten sei es wirtschaftlich nicht machbar, Coup dauerhaft zu betreiben, hieß es zur Begründung. Unverbrauchte Guthaben sollen den Kunden ausbezahlt werden. Von der Schließung betroffen sind 120 Beschäftigte, davon 75 in Berlin.

Gestartet war Coup im August 2016 in Berlin mit rund 200 Fahrzeugen, im Sommer 2017 folgte Paris mit 600 Fahrzeugen. Seither hatte die Bosch-Tochter stetig in die Vergrößerung der Flotte investiert. Die Roller der schwarz-grünen Flotte fahren ausschließlich mit Elektromotoren.

Der Markt ist hart umkämpft: Nach einer Recherche des Berliner Konkurrenten Unu ist die Zahl der Elektro-Roller allein in Deutschland in diesem Jahr um rund die Hälfte auf knapp 4200 Fahrzeuge gewachsen. Gemessen an den Verkäufen von E-Rollern liegt Deutschland im europäischen Vergleich an dritter Stelle hinter Holland und Frankreich.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa