Wirtschaft

Konzern kauft digitale Lernhilfe Brüderpaar kassiert Millionen für Mathe-App

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Maxim (l.) und Raphael Nitsche (r.) konnten ihre entwickelte App für viel Geld verkaufen.

(Foto: imago/Future Image)

Mithilfe einer App wollen zwei Brüder aus Berlin die Mathenachhilfe ersetzen. Die Investorensuche über "Die Höhle des Löwen" scheitert, doch die Idee gewinnt an Zuspruch. Ein US-amerikanisches Unternehmen investiert mehrere Millionen Euro.

Was als gescheiterter Anlauf in der Sendung "Die Höhle des Löwen" begann, endet doch noch als Erfolgsgeschichte. Die beiden Brüder Maxim und Raphael Nitsche haben die von ihnen entwickelte Lern-App "Math42" für bis zu 20 Millionen Euro an das US-amerikanische Unternehmen Chegg verkauft.

Die Mathe-App ist vor allem für Schüler gedacht, die dadurch auf langfristige und teure Nachhilfe verzichten können. Im Gegensatz zu anderen mobilen Lernhilfen, die nur vorgefertigte Aufgaben lösen, kann man in die App der Berliner Brüder die Formel einfach eingeben und sich Lösung und Rechenweg anzeigen lassen.

In der Vox-Sendung "Die Höhle des Löwen" löste die App vor zwei Jahren keinen Begeisterungssturm bei den Investoren aus - ein Deal kam nicht zustande. Dafür stiegen die Downloadzahlen. Knapp 300.000 waren es eine Woche nach Ausstrahlung der Sendung. Und auch die Entwicklung der App ging nach dem Fernsehauftritt weiter, nur dem Grundprinzip sei das Tüftler-Duo treu geblieben.

Brüder halten Projekt die Stange

Hilfe bekamen die beiden Brüder von ihrem Vater Thomas, der in der Technik-Branche beheimatet ist. Er entwickelte mehrere Schachcomputer und gründete ein Start-up, das Kontext-Werbung im Internet optimiert.

Käufer Chegg wird mit Hilfe der Software im kommenden Jahr eine eigene Mathe-App herausbringen, die Brüder Nitsche fungieren als Leiter des Entwicklerteams. Von dessen Erfolg hängen auch weitere Einkünfte der beiden ab. Chegg zahlte den Brüdern bislang 12,5 Millionen Euro. Zusätzlich können sie eine maximale Gewinnbeteiligung von 7,5 Millionen Euro erhalten.

Quelle: n-tv.de, mba

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