Wirtschaft

Berkshire setzt Kurs fort Buffett kauft massiv Aktien zurück

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Buffett betrachtet Aktienrückkäufe als die beste Methode, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.

(Foto: picture alliance / zz/NPX/STAR MAX/IPx)

Die Investmentgesellschaft von US-Starinvestor Buffett hat in den vergangenen Quartalen bereits Aktien für mehrere Milliarden Dollar zurückgekauft. An diesem Kurs will der 90-jährige Multimilliardär offenbar weiter festhalten. Er sammelt noch mal Aktien im Wert von mehr als sechs Milliarden Dollar ein.

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal bisher offenbar eigene Aktien im Volumen von rund 6,4 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Das geht aus einer Berechnung von Barron's basierend auf einer Pflichtmitteilung von Geschäftsführer Warren Buffett für den Zeitraum Ende März bis 21. Juni hervor.

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Berkshire hat seine Aktienrückkäufe in den vergangenen Quartalen hochgefahren. So wurden Aktien für rund 9 Milliarden Dollar jeweils im dritten und vierten Quartal 2020 zurückgekauft und für 6,6 Milliarden im ersten Quartal dieses Jahres. Die Käufe des zweiten Quartals entsprechen rund 1 Prozent des gesamten Aktienkapitals von Berkshire. Buffett betrachtet Aktienrückkäufe als die beste Methode, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Das Geld sieht er dabei besser eingesetzt als beim Kauf börsennotierter Aktien.

Zuletzt hatte Buffett die Wohltätigkeitsstiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates verlassen. Der 90-jährige Multimilliardär erklärte, er trete aus dem Kuratorium der Bill and Melinda Gates Foundation zurück, der größten Privatstiftung der Welt. Zugleich betonte Buffett, seine Ziele stünden "zu 100 Prozent in Übereinklang mit jenen der Stiftung". Seine Präsenz in der Führung der Stiftung sei aber nicht länger notwendig, um diese Ziele zu erreichen. Buffett betonte, er sei mit Ausnahme seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway bereits aus allen Aufsichtsgremien ausgeschieden, denen er in der Vergangenheit angehört hatte.

Buffett ist seit langer Zeit mit Bill Gates befreundet, der seine wohltätige Stiftung im Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau Melinda gegründet hatte. Das Ehepaar Gates kündigte Anfang Mai seine Scheidung nach 27 Jahren an. In der Folge gab es Medienberichte über eine frühere Affäre von Bill Gates mit einer Microsoft-Mitarbeiterin sowie über unangebrachtes Verhalten gegenüber Frauen in der Bill and Melinda Gates Foundation. Für Schlagzeilen sorgten auch frühere Kontakte von Gates zum Finanzinvestor und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Dieser nahm sich 2019 nach seiner Festnahme in einer Gefängniszelle das Leben.

Warren Buffett ist laut dem Magazin "Forbes" mit einem geschätzten Vermögen von 104 Milliarden Dollar (rund 87 Milliarden Euro) der siebtreichste Mensch der Welt, Gates mit einem Vermögen von knapp 127 Milliarden Dollar der viertreichste Mensch.

Quelle: ntv.de, jki/DJ/AFP

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