Wirtschaft

Aussicht für deutsche Wirtschaft Bundesbank senkt Wachstumsprognosen

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Blick auf die Abfertigung am Containerterminal am Hamburger Hafen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Wirtschaft profitiert vom anhaltenden Aufschwung. Doch nun bremsen die Ökonomen der Zentralbank den Optimismus: Sie beurteilen die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich negativer als noch im Juni.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird in diesem Jahr nach Einschätzung der Bundesbank deutlich schwächer ausfallen als zunächst erwartet. Die Ökonomen der Bundesbank gehen nun von 1,5 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2018 aus.

Vor einem halben Jahr hatten die Volkswirte noch ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent für möglich gehalten, im Dezember 2017 hatten sie für 2018 gar ein Plus von 2,5 Prozent prognostiziert. Im Gesamtjahr 2017 hatte die deutsche Wirtschaft real um 2,2 Prozent zugelegt. "Für das Wirtschaftswachstum - und in geringerem Umfang auch für die Inflationsrate - überwiegen aus heutiger Sicht die Abwärtsrisiken", erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

Andere Ökonomen und Institute hatten ihre Konjunkturprognosen zuletzt ebenfalls gesenkt. Weltpolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Abschottung dämpfen auch den Konjunkturoptimismus der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Euroraum.

Insgesamt hält die Bundesbank den seit Jahren anhaltenden Aufschwung der deutschen Wirtschaft weiterhin für robust. "Die deutsche Wirtschaft dürfte vorerst in der Hochkonjunktur bleiben", heißt es in der Prognose. Daran werde auch der jüngste Dämpfer im dritten Quartal 2018 nichts ändern, der vor allem mit vorübergehenden Schwierigkeiten in der Automobilindustrie zusammenhing.

Die Fachleute der Bundesbank gehen davon aus, dass die Wachstumsdelle zügig überwunden wird. Für die kommenden beiden Jahre rechnet die Bundesbank jeweils mit 1,6 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland. Für 2019 waren im Juni noch 1,9 Prozent Wachstum prognostiziert worden.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/rts

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