Wirtschaft

"Grumpy Cat" an der Wall Street? Buzzfeed feilt am Börsendebüt

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Der Hauptsitz des US-Medienunternehmens Buzzfeed befindet sich in New York.

(Foto: REUTERS)

Die Pläne liegen wohl schon länger in der Schublade, im kommenden Jahr soll es soweit sein: Einem Bericht zufolge plant das Medienportal Buzzfeed den Gang an die Börse. Spätestens seit dem "Trump-Dossier" ist das Unternehmen nicht unumstritten.

Im kommenden Jahr könnte es soweit sein:  Wie die US-Seite Axios berichtet, strebt nun das Medienportal Buzzfeed seinen Börsengang für das kommende Jahr an. Demnach plant Buzzfeed-Chef Jonah Peretti schon seit langem, sein Unternehmen an die Börse zu bringen.

Nach eigenen Angaben schrieb Buzzfeed mit seinen werbefinanzierten Inhalten erstmals im Jahr 2014 schwarze Zahlen. Im November vergangenen Jahres investierte der US-Konzern NBC Universal laut einem Bericht des Magazins Fortune 200 Millionen Dollar in das Medienportal. Seitdem ist das drittgrößte Medienunternehmen der Welt zu einem Drittel an Buzzfeed beteiligt. Momentan wird Buzzfeed mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet.

Die 2006 gegründete und Blog-ähnliche Portalseite begann mit seichten Inhalten wie Listen, Videos und boulevardesken Texten, die über soziale Netzwerke verbreitet werden - und für möglichst viele Aufrufe sorgen. In seinen Anfangsjahren erlangte Buzzfeed insbesondere durch verschiedene Memes Berühmtheit, allen voran von "Grumpy Cat", einer übellaunigen Katze. Mittlerweile setzt die Seite auch auf journalistische Inhalte.

Im Januar sorgte Buzzfeed für Aufsehen, als es ein Dossier eines ehemaligen britischen Agenten über Donald Trump veröffentlichte. Darin wurden auf Grundlage anonymer Quellen "kompromittierende Informationen" zusammengetragen, über die der russische Geheimdienst angeblich verfügt und die Trump erpressbar machen. Belege für die Behauptungen gibt es nicht.

Chefredakteur Ben Smith beteuerte, das Dossier aus Transparenzgründen veröffentlicht zu haben. Für die Veröffentlichung erntete Buzzfeed heftige Kritik - auch von anderen Medien, aber vor allem vom Weißen Haus. Präsident Donald Trump bezeichnete Buzzfeed als einen "versagenden Haufen Müll".

Quelle: n-tv.de, cri

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