Wirtschaft

Ausgefallene Konzerte belasten CTS Eventim rutscht in die roten Zahlen

Ganz Europa ist in Corona-Erstarrung, Konzerte und Sportveranstaltungen finden nicht statt. Das bekommt der Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim hart zu spüren. Die Zahlen der Neun-Monats-Bilanz sind tiefrot.

Fehlende Einnahmen aus Konzerten, Festivals und Großveranstaltungen infolge der Corona-Beschränkungen haben dem Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim erneut schwer zu schaffen gemacht. In den ersten neun Monaten des Jahres krachte das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von 177 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 17,7 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen in München mitteilte.

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Auch der Umsatz knickte ein - um 79 Prozent auf 228,7 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Verlust von 61,8 Mio. Euro, nachdem CTS Eventim in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres noch 72,3 Millionen Euro einstreichen konnte. Aufgrund der angespannten Situation und Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Krise traut sich das Management von CTS Eventim weiterhin keine Jahresprognose zu.

"Bewährungsprobe unserer Leistungsfähigkeit"

"Seit Beginn der Pandemie stand für uns fest, dass wir die Belastungen für unser Unternehmen als Bewährungsprobe unserer Leistungsfähigkeit sehen. Danach handeln wir. Stillstand gibt es nicht", sagte CEO Klaus-Peter Schulenberg. So seien strategische Kooperationen mit der Europäischen Handballföderation sowie Traditionsclubs aus Erster und Zweiter Bundesliga vereinbart worden.

Dem Konzern machen die Veranstaltungsverbote in mehreren europäischen Ländern und auch die weitere Unplanbarkeit schwer zu schaffen. Er reagierte auf die Krise bereits mit Kostensenkungen und hatte zudem einen Teil seiner Einbußen versichert. Das habe eine Entlastung in zweistelliger Millionenhöhe gebracht.

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Händler halten die Kursreaktion nach diesen Zahlen für nur schwer abschätzbar. "Dass die Vergangenheit ein Desaster war, weiß jeder", sagt ein Händler mit Blick auf das Umsatzminus von 92 Prozent zum dritten Vorjahresquartal: "Im Prinzip hatten sie ihre Geschäftstätigkeit eingestellt".

Die Aktie werde aber ausschließlich mit Blick auf die Zukunft und damit entsprechend der Datenlage zu Corona gehandelt. Insofern seien die nun vorgelegten Zahlen "irrelevant".

Quelle: ntv.de, sba/dpa/rts