Preise sinkenChemiebranche kassiert Prognose

Die Sommermonate sind für die deutschen Chemieunternehmen kein Grund zum Jubeln gewesen. Umsatz und Produktion fielen geringer aus. Die Jahreserlöse werden wohl nur stagnieren.
Die deutsche Chemieindustrie hat ihren moderaten Wachstumskurs im dritten Quartal nicht fortsetzen können. Umsatz und Produktion gingen in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal zurück. Auch im Gesamtjahr rechnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) nun nicht mehr mit einem Umsatzanstieg. Die Umsatzprognose wurde daher leicht zurückgenommen.
Schwach haben sich im Quartal sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft entwickelt. In fast allen Regionen sanken die Erlöse. In Deutschland machte den Unternehmen die schwache Industrienachfrage während der Sommermonate zu schaffen.
Auch die Aussichten für den Rest des Jahres sind nicht rosig. "Für die nächsten Monate erwarten wir einen wechselhaften Markt mit nur moderaten Wachstumsimpulsen sowohl im Inland als auch in Europa und Asien", sagte VCI-Präsident Marijn Dekkers.
Nach der leichten Erholung in den Vormonaten sank der Branchenumsatz in den Monaten Juli bis September auf Quartalssicht um 2,5 Prozent. Binnen Jahresfrist lagen die Einbußen bei 1,5 Prozent.
Parallel dazu fiel die Chemieproduktion im dritten Quartal im Vergleich zum vorhergehenden Dreimonatszeitraum um 1,4 Prozent. Auf Jahressicht wurde sie indes noch um 1,1 Prozent ausgeweitet. Die Kapazitätsauslastung sank leicht. Die Preise für Chemikalien erhöhten sich im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr waren sie um 2,1 Prozent niedriger.
Im Gesamtjahr rechnet der VCI unverändert mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 1,5 Prozent. Die Chemikalienpreise prognostiziert der Verband weiter um 2,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Branchenumsatz soll nun mit rund 191 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau liegen.