Wirtschaft
Handelshemmnis: Aus Angst, dass der eskalierende Zollstreit das Wachstum beeinträchtigen könnte, fallen weltweit die Börsenkurse.
Handelshemmnis: Aus Angst, dass der eskalierende Zollstreit das Wachstum beeinträchtigen könnte, fallen weltweit die Börsenkurse.(Foto: dpa)
Mittwoch, 11. Juli 2018

Trump "schockt" Peking: China kündigt Gegenschlag im Zollstreit an

Mit den jüngsten massiven Strafzöllen gegen China dürfte das Ende der Eskalation im Handelsstreit noch nicht erreicht sein. Peking zeigt sich "geschockt" von der "irrationalen" US-Politik und kündigt umgehend Gegenmaßnahmen an.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Regierung in Peking "Gegenmaßnahmen" angekündigt, sollte Washington wie angedroht neue Strafzölle verhängen. Das Handelsministerium erklärte, China sei "geschockt" von der Ankündigung der USA, weitere chinesische Exporte im Wert von 200 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen. "Die chinesische Regierung wird wie immer keine andere Wahl haben, als die erforderlichen Gegenmaßnahmen zu ergreifen." Einzelheiten nannte Peking nicht.

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Damit spitzt sich der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter zu. Erst am Freitag hatten die USA Zölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. China verhängte wenig später Vergeltungszölle gleichen Ausmaßes.

Das chinesische Handelsministerium hat nach eigenen Angaben bereits offiziell gegen die neue Strafzoll-Liste aus Washington protestiert, die "völlig inakzeptabel" sei. China wird den neuen Fall demnach auch in seine Klage gegen die USA bei der Welthandelsorganisation aufnehmen. "Das Verhalten der USA schadet China, schadet der Welt und schadet ihnen selbst", sagte der Sprecher. Es sei "irrational".

Die USA hatten zuvor eine weitere Liste mit chinesischen Exportgütern im Wert von 200 Milliarden Dollar (170 Milliarden Euro) für mögliche Strafzölle vorgelegt. Diese könnten im September in Kraft treten, sagte ein US-Regierungsbeamter am Dienstag. Es werde etwa zwei Monate dauern, die Liste fertigzustellen, dann werde US-Präsident Donald Trump entscheiden, ob er die Zölle verhängt.

Trump hatte in den vergangenen Wochen bereits gedroht, auf chinesische Gegenmaßnahmen mit weiteren Zöllen auf Einfuhren im dreistelligen Milliardenbereich zu antworten.

Quelle: n-tv.de