Wirtschaft

Im Kampf gegen US-Strafzölle China will US-Güter im Milliardenwert kaufen

Die verhängten US-Strafzölle gegen China scheinen zu wirken: Peking droht nicht mehr mit Gegenmaßnahmen. Das Reich der Mitte wählt einen anderen Weg: Es will US-Produkte im Wert von 70 Milliarden Dollar kaufen.

Um die USA von der Verhängung der angedrohten Strafzölle abzubringen, hat China offenbar ein Angebot zum Kauf von US-Gütern im Wert von knapp 70 Milliarden Dollar vorgelegt. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise, der chinesische Wirtschaftsberater Liu He habe das Angebot bei der jüngsten Verhandlungsrunde mit der US-Seite am Wochenende in Peking vorgelegt.

Geplant ist demnach der Kauf von Produkten aus den Bereichen Landwirtschaft, Produktionstechnik und Energie. Das US-Handelsministerium und das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Dem US-Präsidenten Donald Trump ist das hohe Handelsdefizit seines Landes mit China ein Dorn im Auge. Es betrug im vergangenen Jahr nach US-Angaben gut 375 Milliarden Dollar. Im März drohte Trump Strafzölle an; eine endgültige Liste mit Produkten, die mit Strafzöllen von 25 Prozent belegt werden sollen, soll am 15. Juni veröffentlicht werden.

Zuletzt waren beide Länder aber um Entspannung bemüht. China zeigte sich unter anderem bereit, mehr Waren aus den USA einzuführen. Das Angebot zum Kauf von Waren im Wert von rund 70 Milliarden Dollar, über welches das "Wall Street Journal" berichtete, würde eine Steigerung von US-Exporten nach China um 53,8 Prozent im Vergleich zu 2017 bedeuten.

Quelle: ntv.de, bad/rts

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