Wirtschaft

Handelsstreit wirkt sich aus Chinas Industrie stagniert

61459279.jpg

Die Aktivität in der chinesischen Industrie ist deutlicher als erwartet abgerutscht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Schlechte Nachricht aus China: Die Industrieproduktion im Reich der Mitte schwächelt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sinkt deutlicher als erwartet. Ein Grund sind Unsicherheiten im Zuge des Handelsstreits mit den USA.

Die Aktivität in der chinesischen Industrie ist im November wegen des langsameren globalen Wirtschaftswachstums und der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen China und den USA deutlicher als erwartet abgerutscht. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde ging der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor auf 50,0 von 50,2 Punkten im Oktober zurück.

Seit Juli 2016, als der Index bei 49,9 Punkten lag, hielt er sich stets über der Marke von 50 Punkten. Ein Stand über 50 Zählern deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Volkswirte hatten für den November einen Stand von 50,1 Punkten prognostiziert.

Zhao Qinghe, Analyst bei der Statistikbehörde, führte als weiteren Grund für den Rückgang an, dass die jüngste Schwäche einiger Rohstoffpreise die Stimmung zusätzlich belastete. Der Subindex für die Produktion verringerte sich auf 51,9 von 52,0 im Vormonat, jener für den Auftragseingang ermäßigte sich auf 50,4 von vorher 50,8 Zählern. Der Index für die Neubestellungen im Exportbereich, der als Indikator für die Auslandsnachfrage nach chinesischen Gütern gilt, stieg unterdessen auf 47,0 von 46,9 Punkten.

Dienstleister-Pfeil zeigt auch nach unten

Auch in der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im November eingetrübt, wie der Einkaufsmanagerindex für den Servicebereich zeigte. Er fiel auf 53,4 von 53,9 Punkten im Vormonat. Der Subindex für die Bautätigkeit sank von 63,9 im Oktober auf 59,3 Punkten im November. Beim Teilindex für die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor zeigte sich allerdings ein Anstieg auf 52,4 von 52,1 Zählern im Vormonat. Der Teilindex für Neuaufträge für das gesamte nichtverarbeitende Gewerbe stagnierte bei 50,1 Punkten.

Der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor umfasst Dienstleistungen wie Einzelhandel, Luftfahrt und Software sowie den Immobilien- und Bausektor. Zur Erhebung der Daten werden 4.000 Unternehmen monatlich befragt.

Wenn Sie wissen möchten, warum China im Handelsstreit mit den USA noch über eine "Nukleare Option" verfügt, diese aber besser nicht einsetzt, hören Sie rein in diese Folge von "Wieder was gelernt", dem Podcast von n-tv.de.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

Mehr zum Thema