Wirtschaft

Deutlich geringere Investitionen Chinas Konjunktur kühlt sich ab

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Schiffsterminal in Guangzhou.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Monat Juli ist für das chinesische Wirtschaftswachstum unbefriedigend. Es wird so wenig investiert wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Die Volksrepublik befindet sich derzeit im handelskrieg mit den USA.

Die Geschäftsaktivitäten in China haben sich im Juli mit erneut gebremstem Tempo ausgeweitet, wie verschiedene Konjunkturdaten zeigen. Bestimmte Investitionen fielen auf einen so tiefen Stand wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht. Das Reich der Mitte sieht sich angesichts des Handelsstreits mit den USA einem verstärkten Gegenwind ausgesetzt.

Das Nationale Statistikbüro in Peking berichtete, die Investitionen im städtischen Raum seien in den ersten sieben Monaten des Jahres um 5,5 Prozent gestiegen. Das ist das langsamste Wachstum seit Ende 1999. In den ersten sechs Monaten hatte das Wachstum noch bei sechs Prozent gelegen. Analysten hatten auch für die sieben Monate einen solchen Wert erwartet.

Der Einzelhandelsumsatz legte im Juli um 8,8 Prozent zu. Auch hier hatte der Juni mit 9 Prozent ein höheres Wachstum gesehen. Zum Vormonat stiegen die Einzelhandelsumsätze im Juli um 0,67 Prozent, nachdem das Plus im Juni zum Vormonat noch 0,74 Prozent erreicht hatte.

Die Industrieproduktion kletterte im Juli um 6 Prozent. Damit erreichte das Wachstum zwar dieselbe Geschwindigkeit wie im Vormonat. Analysten hatten jedoch einen höheren Wert von 6,4 Prozent erwartet. Zum Vormonat stieg die Industrieproduktion um 0,48 Prozent, im Juni hatte das Plus hier 0,36 Prozent betragen. Die städtische Arbeitslosenquote lag im Juli bei 5,1 Prozent, nachdem es im Juni 4,8 Prozent waren.

Ein Lichtblick waren die Hausverkäufe. Der Wert der verkauften Häuser stieg in den ersten sieben Monaten um 16,2 Prozent. In den ersten sechs Monaten hatte das Plus nur 14,8 Prozent erreicht. Die Zahl der Baubeginne stieg in den ersten sieben Monaten um 14,4 Prozent. Im ersten Halbjahr hatten sie um 11,8 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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