Wirtschaft

Zusammenschluss intern abgelehnt Commerzbank-Mitarbeiter lehnen Fusion ab

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Angestellten der Commerzbank sind mehrheitlich gegen eine Fusion mit der Deutschen Bank. Das ergibt eine betriebsinterne Umfrage. Bislang schweigt der Vorstand zum Widerstand aus den eigenen Reihen.

In der Belegschaft der Commerzbank gibt es große Widerstände gegen eine Fusion mit der Deutschen Bank: 82,5 Prozent der Commerzbank-Mitarbeiter in der Zentrale lehnen einen Zusammenschluss mit Deutschlands größtem Geldhaus ab, so das Zwischenergebnis einer Betriebsrats-Umfrage. Nur 13,7 Prozent der Mitarbeiter in der Zentrale, die an der Umfrage teilnahmen, sprachen sich für ein Zusammengehen der beiden Geldhäuser aus. Die übrigen 3,8 Prozent erklärten, sie hätten keine Meinung. Von den 11.000 befragten Beschäftigten in der Commerzbank-Zentrale hätten sich bisher rund 5500 Mitarbeiter beteiligt.

Die Umfrage soll noch bis zum 3. Mai laufen. Die Commerzbank wollte sich  zunächst nicht äußern. Der Betriebsrat sieht sich durch das Ergebnis der Umfrage bestärkt, einmal mehr einen Abbruch der Gespräche mit der Deutschen Bank zu fordern. "Der Betriebsrat Zentrale fordert Sie hiermit nochmals auf: Nehmen Sie Abstand von den  Fusionsplänen!", schrieb er in einer offenen E-Mail an den Commerzbank-Vorstand.

Seit Wochen laufen Betriebsräte und Gewerkschaften gegen einen Zusammenschluss der beiden Banken Sturm, da sie den Verlust zehntausender Arbeitsplätze befürchten. Bei der Deutschen Bank hatten sich in einer Betriebsrats-Umfrage knapp 70 Prozent der Mitarbeiter gegen eine Übernahme der Commerzbank ausgesprochen.

Quelle: n-tv.de, joh/rts

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