Wirtschaft

Umstellung auf Online-Handel Conrad schließt fast alle Filialen

Schriftzug des Elektronikkonzerns Conrad. Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild

Privatkunden sollen künftig im Internet bei Conrad bestellen.

(Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild)

Nur noch Geschäftskunden sollen künftig in Filialen des Elektro-Händlers Conrad einkaufen können. Privatpersonen dagegen sollen nur noch im Internet ihre Produkte bestellen - mit Ausnahme einer einzelnen Filiale in Bayern. Wie viele Menschen dadurch ihre Arbeit verlieren, ist unklar.

Die Elektrohandelskette Conrad will den Großteil ihrer derzeit elf Filialen schließen. Privatkunden sollen künftig online einkaufen, neue Zweigstellen ausschließlich für Geschäftskunden eröffnet werden. Das teilt das Unternehmen mit.

Eine Filiale im nordrhein-westfälischen Hürth bedient bereits jetzt ausschließlich Geschäftskunden. Von den übrigen soll demnach lediglich eine erhalten bleiben, und zwar in Wernberg-Köblitz - ebenso wie der Firmensitz Hirschau in der Oberpfalz in Bayern gelegen. Die Privatkundenfilialen befinden sich überwiegend in Großstädten, darunter Berlin, Hamburg und München.

Wie viele Mitarbeiter die Filialschließungen betreffen, ging aus der Mitteilung nicht hervor, das Unternehmen wollte weitergehende Fragen nicht beantworten. "Natürlich fällt uns dieser Schritt sehr schwer", sagte Ralf Bühler, der Vorstandschef von Conrad Electronic. Das Unternehmen sei in Gesprächen, um sozialverträgliche Regelungen zu finden.

Grund der Filialschließungen ist laut Mitteilung die zunehmende Verlagerung des Einzelhandels ins Internet. Gleichzeitig sucht das Unternehmen demnach derzeit Standorte für neue Geschäftskunden-Filialen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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