Wirtschaft

Autoindustrie schwächelt weiter Continental reduziert Jahresausblick

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Ursprünglich lag Continentals Zielsetzung bei acht bis neun Prozent - das war bereits vorsichtig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch im zweiten Quartal bekommt Conti das aktuell raue Klima der Autobranche zu spüren: Die operativen Ergebnisse sacken spürbar ab, und insgesamt müssen die Geschäftsziele gesenkt werden. Grund dafür könnten auch die ungelösten Handelskonflikte weltweit sein.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental bekommt die kriselnde Autoindustrie zu spüren. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hat das Unternehmen daher seine Geschäftsziele gesenkt, wie der Dax-Konzern in Hannover mitteilte. Weil die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Jahr wohl um 5 Prozent sinken dürfte, sei nur noch ein Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro zu erreichen. Zuvor waren noch 45 bis 47 Milliarden Euro angepeilt worden - unter der Annahme, dass sich der Fahrzeugmarkt stabil entwickelt.

Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern werden nur noch zwischen 7 und 7,5 Prozent erwartet. Conti war schon vorsichtig ins Jahr gegangen mit der ursprünglichen Zielsetzung von 8 bis 9 Prozent. Die Conti-Aktie sackte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 4,5 Prozent ab.

Während der Umsatz den vorläufig vorgelegten Eckzahlen zufolge nur leicht sank, sackte das operative Ergebnis spürbar ab. Insgesamt bezeichnete der Hannoveraner Zulieferer das Quartal angesichts der schwierigen Branchenlage aber als "solide".  Der Umsatz der Automotive Group lag in den drei Monaten laut Mitteilung bei rund 6,7 (Vorjahr: 7,0) Milliarden Euro, die bereinigte EBIT Marge bei rund 5,5 (8,0) Prozent. Im selben Zeitraum erzielte die Rubber Group einen Umsatz von rund 4,5 (4,4) Milliarden Euro, die bereinigte EBIT-Marge sank im Reifen-Geschäft auf rund 12,3 (14,3) Prozent.

Für das zweite Halbjahr sei man weniger optimistisch als zuvor, erklärte Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. "Grund dafür ist der fortlaufende Abwärtstrend der Automobilproduktion in Europa, Nordamerika und insbesondere in China. Auch die weiter ungelösten Handelskonflikte tragen zu wirtschaftlicher Unsicherheit bei."

Quelle: n-tv.de, agr/rts/dpa/dj

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