Wirtschaft

Gewinn bricht ein Continental verschärft Sparkurs

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Bereits im Juli hatte Continental seine Prognose gekappt.

(Foto: dpa )

Im Angesicht der schwächelnden Automobilindustrie sackt auch beim Zulieferer Continental der Gewinn ab - und auch für das zweite Halbjahr wird mit Gegenwind gerechnet. Der Reifenhersteller bereitet deshalb ein Sparprogramm vor.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat im abgelaufenen zweiten Quartal wegen der Branchenschwäche kräftig Federn lassen müssen. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn sackte auf Jahressicht um 41 Prozent auf 484,8 Millionen Euro ab, wie der Dax-Konzern in Hannover mitteilte. "Für das zweite Halbjahr erwarten wir kein Nachlassen des Gegenwinds", stellte Finanzchef Wolfgang Schäfer klar. Im Juli hatte das Unternehmen seinen Jahresausblick bei Umsatz und Gewinnmarge kappen müssen, weil die weltweite Autoproduktion deutlich schwächer ausfällt als zunächst prognostiziert. Zudem spielten demnach Unsicherheiten durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China eine Rolle.

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Angesichts der Krise der Automobilindustrie verschärft Continental seinen Sparkurs. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat seine Strategie erläutert, um die Finanzkraft dauerhaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, teilte der Dax-Konzern mit. Der daraus entstehende Handlungsbedarf solle mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden. Ziel sei, sich in den kommenden Wochen auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen.

"Auf den rückläufigen Markt reagieren wir mit strenger Kostendisziplin und Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit", erklärte Konzernchef Elmar Degenhart. Besorgt zeigte er sich auch über den zunehmenden Druck auf den Industriestandort Deutschland mit seinen hohen Energie-, Steuer- und Sozialkosten. Den Umfang der geplanten Einsparungen bezifferte Conti nicht.

Keine Investition in Batteriezellen

Zugleich gab der Konzern mehrere Weichenstellungen bekannt, um sich stärker auf den beschleunigten Wechsel der Abnehmer in die E-Mobilität einzustellen. Das Antriebsgeschäft soll stärker für diesen Wandel angepasst werden. Die sinkende Nachfrage nach Verbrennungsmotoren habe das Management zudem bewogen, das Geschäft mit hydraulischen Pumpen und Injektoren nicht mehr auszubauen.

Ferner beschloss Conti, nicht in die Fertigung von Batteriezellen der nächsten Generation zu investieren. "Mit der voraussichtlich erst nach 2030 verfügbaren Festköpertechnologie lässt sich von Continental kein attraktives Geschäftsmodell mehr aufbauen", sagte Degenhart.

Quelle: n-tv.de, ftü/rts/dpa

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